FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Dienstag etwas gefallen. Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2176 US-Dollar. Dies ist etwas weniger als noch im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,2162 Dollar festgesetzt.

Leichte Belastung lösten schwache Konjunkturdaten aus. Produktionszahlen aus der deutschen Industrie enttäuschten am Morgen die Erwartungen. Im April ging die Gesamtherstellung zurück, wohingegen Analysten mit einem Zuwachs gerechnet hatten. Der Rücksetzer folgt allerdings auf einen deutlichen Anstieg im Vormonat.

Auch die vom Mannheimer Institut ZEW erhobenen Konjunkturerwartungen blieben hinter den Prognosen zurück. Der Erwartungen der befragten Finanzmarktexperten trübten sich im Juni überraschend ein. Allerdings verbesserte sich die Bewertung der aktuellen Lage deutlich. "Wenn alle Konjunkturampeln auf Grün stehen, kann es nicht noch grüner werden", erklärte Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank die etwas schwächeren Aussichten bei besserer Lage. Laut ZEW gehen die Finanzmarktexperten von einer weiterhin "kräftigen Konjunkturerholung" aus.

Die Eurozone ist im Herbst und Winter zwar in die Rezession gerutscht, doch fiel der Rückschlag nicht so schlimm aus wie zunächst ermittelt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im ersten Quartal laut einer dritten Schätzung deutlich weniger geschrumpft als erwartet. Die Daten spielten am Devisenmarkt jedoch kaum eine Rolle./jsl/bgf/men