FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat zu Wochenbeginn weiter in der Nähe seines tiefsten Stands seit Mitte 2020 notiert. Am Montagvormittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1440 US-Dollar und damit etwas weniger als am Freitagabend. In der vergangenen Woche war der Euro mit 1,1433 Dollar auf den tiefsten Stand seit Juli 2020 gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1448 Dollar festgesetzt.

Auf abermalige Rekordtiefstände zu Dollar und Euro fiel zum Wochenstart die türkische Lira. Marktbeobachter verwiesen auf die in dieser Woche anstehende Zinsentscheidung der Zentralbank, von der erneut eine deutliche Leitzinssenkung erwartet wird. Schon seit einiger Zeit befindet sich die türkische Notenbank auf Lockerungskurs, obwohl die Inflation fast 20 Prozent beträgt. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan ist erklärter Gegner hoher Zinsen und hat die Notenbankspitze in den vergangenen Jahren mehrfach ausgetauscht.

Zum Wochenstart stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm, die an den Finanzmärkten größere Kursbewegungen auslösen könnten. In der Eurozone werden Zahlen vom Außenhandel erwartet, in den USA wird mit dem Empire-State-Index ein regionaler Industrieindikator veröffentlicht. Daneben äußern sich einige hochrangige Notenbanker, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde./bgf/jha/