FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat zu Beginn einer ereignisreichen Woche etwas schwächer tendiert. Am Montagvormittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1280 Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1273 Dollar festgesetzt.

Die neue Woche steht im Zeichen der Geldpolitik. Es werden zahlreiche Entscheidungen von Zentralbanken erwartet. Viel Aufmerksamkeit ziehen die Notenbanken der großen Volkswirtschaften USA, Eurozone, Großbritannien und Japan auf sich. Es wird damit gerechnet, dass die US-Notenbank Fed auf die hohe Inflation reagiert und den Ausstieg aus ihrer extrem lockeren Ausrichtung beschleunigt. Die EZB entscheidet über den Fortgang ihres Corona-Krisenprogramms.

Unterdessen hält der Sinkflug der türkischen Lira an. Gegenüber Dollar und Euro wurden abermals Rekordtiefstände verzeichnet. Ein Dollar kostete im Gegenzug erstmals mehr als 14 Lira, für einen Euro mussten erstmalig mehr als 16 Lira gezahlt werden. Seit Jahresbeginn hat sich der Wert der Lira zu Dollar und Euro in etwa halbiert. Belastung kommt vor allem seitens der Geldpolitik: Von der türkischen Notenbank wird in dieser Woche abermals eine kräftige Zinssenkung erwartet, obwohl die Inflation mit zuletzt gut 21 Prozent ungewöhnlich hoch ist./bgf/mis