FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro steht weiter unter Druck. Am Donnerstag fiel der Kurs der Gemeinschaftswährung bis auf 1,1645 US-Dollar und damit auf den tiefsten Stand seit etwa zwei Monaten. Am Vormittag lag der Kurs wieder etwas höher, aber immer noch unter dem Niveau des Vortags. Der US-Dollar legte zu vielen Währungen zu. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch noch auf 1,1692 Dollar festgesetzt.

Der US-Dollar profitiert schon seit einigen Tagen von der durchwachsenen Börsenstimmung. Ausschlaggebend sind vor allem steigende Corona-Infektionen insbesondere in Europa. Die Währung der Vereinigten Staaten gilt unter Anlegern als sichere Anlagealternative, die in unsicheren Zeiten verstärkt nachgefragt wird.

Am Donnerstag blicken Analysten und Anleger nach München. Dort veröffentlicht das Ifo-Institut die Ergebnisse seiner monatlichen Unternehmensumfrage. Das Geschäftsklima gilt als wichtigster Frühindikator für die deutsche Konjunktur. Es wird mit einer leichten Aufhellung gerechnet.

Außerdem stehen mehrere Zinsentscheidungen auf dem Programm. Die Schweizer Notenbank SNB ließ ihre Geldpolitik am Morgen erwartungsgemäß unverändert. Im Tagesverlauf folgen die norwegische und die türkische Zentralbank. Letztere ist von besonderem Interesse, da nicht klar ist, ob und wie sie auf die anhaltende Lira-Schwäche reagiert./bgf/jsl/zb