FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag weiter schwach tendiert. In der Nacht auf Dienstag fiel die Gemeinschaftswährung mit 1,1226 US-Dollar auf den tiefsten Stand seit Mitte 2020. In den vergangenen Wochen wurden bereits ähnliche Tiefstände markiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1278 Dollar festgesetzt.

Der Euro wird seit längerer Zeit durch die US-Geldpolitik unter Druck gesetzt. Am Montag nominierte US-Präsident Joe Biden den aktuellen Notenbank-Chef Jerome Powell für eine zweite Amtszeit. Dies wurde an den Märkten als Zeichen der Kontinuität aufgenommen, was den US-Dollar stärkte.

Darüber hinaus verdichten sich die Hinweise auf eine schnellere geldpolitische Straffung durch die US-Notenbank Fed. Mit Raphael Bostic hat bereits der dritte Zentralbanker innerhalb kurzer Zeit eine raschere Rückführung der immensen Fed-Wertpapierkäufe ins Spiel gebracht. Vor ihm hatte etwa der Stellvertreter von Fed-Chef Powell, Richard Clarida, ähnliche Bemerkungen fallen lassen. Ein wichtiger Grund dürfte die hohe Inflation deutlich über dem Fed-Ziel sein./bgf/eas