FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Donnerstag deutlich unter Druck geraten. Händler verwiesen auf robuste Konjunkturdaten aus den USA, die dem US-Dollar Auftrieb verliehen. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2135 Dollar und damit fast einen Cent weniger als im Tageshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2187 (Mittwoch: 1,2186) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8205 (0,8206) Euro.

Der amerikanische Dollar legte an Fronleichnam gegenüber vielen Währungen deutlich zu. Auslöser waren solide Konjunkturzahlen. Zum einen überzeugten Daten vom US-Arbeitsmarkt: Der Privatsektor schuf im Mai nach Zahlen des Dienstleisters ADP fast eine Million Stellen, während immer weniger Amerikaner Arbeitslosenhilfe beantragen. Ein ausführliches Bild gibt der monatliche Arbeitsmarktbericht der Regierung, der an diesem Freitag erscheint.

Zu den positiven Jobdaten gesellten sich robuste Umfragewerte. So stieg die Stimmung unter US-Dienstleistern im Mai laut einer Ergebung des Instituts ISM auf einen Rekordwert. Handel und Dienstleistungssektor profitieren gegenwärtig von Corona-Lockerungen in vielen Bundesstaaten. Zuvor waren sie jedoch auch stark durch Beschränkungen des öffentlichen Lebens zur Eindämmung der Pandemie belastet worden.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85955 (0,86125) britische Pfund, 133,81 (133,72) japanische Yen und 1,0961 (1,0982) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1871 Dollar gehandelt. Das waren 37 Dollar weniger als am Vortag./bgf/he