FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag etwas nachgegeben. Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,1596 US-Dollar. Am Vorabend hatte sie noch etwas höher notiert. Vergangene Woche war der Euro mit 1,1563 Dollar auf den tiefsten Stand seit Juli 2020 gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1636 Dollar festgesetzt.

Insgesamt hielten sich die Schwankungen in Grenzen. Konjunkturdaten lieferten keine größeren Impulse. So trübte sich die Unternehmensstimmung in der Eurozone im September erheblich ein. Der Einkaufsmanagerindex des Marktforschungsunternehmens IHS Markit gab laut einer zweiten Schätzung sowohl für die Gesamtwirtschaft als auch für den Dienstleistungssektor deutlich nach. Für beide Indikatoren wurde die erste Schätzung leicht nach oben revidiert.

"Die derzeitige Wirtschaftslage in der Eurozone ist eine unliebsame Mischung aus steigendem Preisdruck und verlangsamtem Wachstum", kommentierte Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson. Beides hänge mit Lieferengpässen zusammen, vor allem in der Industrie.

So beschleunigte sich der Preisanstieg auf Herstellerebene in der Eurozone erneut. Die Erzeugerpreise legten im August gegenüber dem Vorjahresmonat um 13,4 Prozent zu. Das ist die höchste Rate seit Beginn der Währungsunion im Jahr 1999. Sie blieb jedoch leicht hinter den Erwartungen von Analysten zurück. Die EZB macht für den zuletzt insgesamt gestiegenen Preisdruck vorübergehende Faktoren verantwortlich.

In den USA veröffentlicht das Institut ISM am Nachmittag sein viel beachtetes Stimmungsbarometer für den Dienstleistungssektor. Zudem wird EZB-Chefin Christine Lagarde eine Rede halten./jsl/bgf/mis