FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Dienstag unter Druck geraten. Gegen Mittag fiel die Gemeinschaftswährung auf 1,1880 US-Dollar. Das war gut ein halber Cent weniger als das Tageshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,1926 Dollar festgesetzt.

Belastet wurde der Euro durch eine breit angelegte Stärke des US-Dollar. Auch andere Währungen wie das britische Pfund litten unter der Entwicklung, der Dollar profitierte von seinem Status als Weltreservewährung. Die trübe Stimmung an den Aktienmärkten trieb Anleger in die amerikanische Devise.

Die türkische Lira konnte sich am Vormittag nur kurz von ihrem scharfen Kurseinbruch vom Montag erholen. Gegen Mittag lag sie zu Dollar und Euro wieder in der Verlustzone, wenn auch wesentlich moderater als am Vortag. Nach wie vor belastet die Unsicherheit wegen der Ablösung des dritten Notenbankchefs in zwei Jahren durch Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan. Analysten werten den Schritt als weiteren Schlag gegen die Glaubwürdigkeit der türkischen Geld- und Wirtschaftspolitik./bgf/jkr/stk