FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Mittwoch zeitweise unter 1,20 US-Dollar gefallen. Bis zum Mittag erholte sich die Gemeinschaftswährung etwas und wurde mit 1,2015 Dollar gehandelt. Sie notierte damit etwas tiefer als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,2021 Dollar festgesetzt.

Der Dollar profitierte zuletzt von wachsenden Inflationssorgen in den USA und Spekulationen, dass die US-Notenbank Fed darauf reagieren könnte. Bisher hatte die Fed aber noch keine Signale gegeben und größere Inflationsrisiken bestritten. Für Verwirrung an den Märkten haben am Dienstag Äußerungen von US-Finanzministerin Janet Yellen gesorgt. Es könne sein, dass die Zinsen etwas steigen müssten, um sicherzustellen, das die Wirtschaft nicht überhitze, hatte Yellen gesagt. Später am Dienstagabend sagte sie jedoch, dass sie höhere Zinsen nicht prognostiziere oder empfehle.

Wenig bewegt wurde der Devisenmarkt durch Zahlen zur Stimmung im Dienstleistungssektor der Eurozone. Der vom Marktforschungsinstitut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex hellte sich im März ein wenig stärker auf als in einer ersten Schätzung ermittelt. Der Indikator signalisiert jetzt wieder ein leichtes Wachstum des durch die Pandemie besonders belasteten Sektors. Am Nachmittag stehen in den USA der Einkaufsmanagerindex ISM für den Dienstleistungssektor und Daten vom Arbeitsmarkt an./jsl/bgf/mis