FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Montag etwas gefallen. Bis zum Nachmittag sank der Kurs der Gemeinschaftswährung auf 1,2080 US-Dollar. Am Morgen hatte er noch über 1,21 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2084 (Freitag: 1,2136) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8275 (0,8239) Euro.

In Deutschland ist der Umsatz im Einzelhandel im Dezember wegen Corona-Beschränkungen eingebrochen. Der Rückgang war deutlich stärker als erwartet. "Ausschlaggebend hierfür war natürlich, dass die meisten Geschäfte einen großen Teil des Monats geschlossen waren", erklärte Commerzbank-Ökonom Ralph Solveen. Dies habe auch eine kräftige Ausweitung des Online-Handels nicht ausgleichen können. "Da der Lockdown wohl noch einige Zeit anhalten wird, sind vorerst auch keine deutlich besseren Zahlen zu erwarten", so Solveen.

In den USA hat sich die Stimmung in der Industrie unterdessen stärker als erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex ISM befindet sich aber immer noch auf einem hohen Niveau und signalisiert ein robustes Wachstum in der Branche. Der Dollar wurde daher nicht nennenswert belastet.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88200 (0,88380) britische Pfund, 126,77 (127,05) japanische Yen und 1,0816 (1,0798) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1862 Dollar gehandelt. Das waren etwa 14 Dollar mehr als am Vortag./jsl/bgf/fba