FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Dienstag etwas gefallen. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2179 US-Dollar. Dies ist etwas weniger als noch im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2182 (Montag: 1,2162) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8209 (0,8222) Euro.

Die Kursausschläge hielten sich am Dienstag in engen Grenzen. Leichte Belastung lösten schwache Konjunkturdaten aus. Produktionszahlen aus der deutschen Industrie enttäuschten am Morgen die Erwartungen. Im April ging die Gesamtherstellung zurück, wohingegen Analysten mit einem Zuwachs gerechnet hatten. Der Rücksetzer folgt allerdings auf einen deutlichen Anstieg im Vormonat.

Auch die vom Mannheimer Institut ZEW erhobenen Konjunkturerwartungen blieben hinter den Prognosen zurück. Der Erwartungen der befragten Finanzmarktexperten trübten sich im Juni überraschend ein. Allerdings verbesserte sich die Bewertung der aktuellen Lage deutlich. "Wenn alle Konjunkturampeln auf Grün stehen, kann es nicht noch grüner werden", begründete Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank die etwas schwächeren Aussichten bei besserer Lage. Laut ZEW gehen die Finanzmarktexperten von einer weiterhin "kräftigen Konjunkturerholung" aus.

Die zu Handelsbeginn veröffentlichten Außenhandelsdaten der USA bewegten den Devisenmarkt kaum. Das Handelsdefizit der USA mit dem Rest der Welt hat sich im April merklich verringert. Im März war es noch auf einen Rekordwert geklettert. Im April ging jedoch sowohl das Handelsdefizit mit China als auch mit Europa zurück.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86100 (0,85825) britische Pfund, 133,28 (132,98) japanische Yen und 1,0914 (1,0934) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1892 Dollar gehandelt. Das waren 6 Dollar weniger als am Vortag./jsl/he