FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Dienstag etwas nachgegeben. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2102 US-Dollar gehandelt. Sie notierte damit geringfügig niedriger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2114 (Montag: 1,2128) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8255 (0,8245) Euro.

Überraschend gute Konjunkturdaten aus Deutschland bewegten den Euro kaum. Die vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) erhobenen Konjunkturerwartungen stiegen stärker als erwartet. Die Ankündigung baldiger Impfstoffzulassungen lasse die Experten zuversichtlicher in die Zukunft blicken, sagte ZEW-Präsident Achim Wambach. Die Beurteilung der aktuellen Lage trübte sich hingegen angesichts neuer Corona-Beschränkungen ein.

Erneut unter Druck stand dagegen das britische Pfund. Nach wie vor gibt es keine Einigung auf einen Brexit-Handelspakt zwischen Großbritannien und der Europäischen Union (EU). Nachdem zwei Telefonate zwischen dem britischen Premierminister Boris Johnson und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen keinen Durchbruch gebracht haben, ruhen die Hoffnungen auf einem Treffen der beiden Politiker in den nächsten Tagen.

Das Pfund hat sich am Nachmittag vorübergehend erholt. Die britische Regierung willigte ein, umstrittene Passagen in einem Gesetzentwurf zu streichen oder zu ändern, die in Brüssel für viel Unmut gesorgt hatten. Das Pfund geriet jedoch rasch wieder unter Druck. Stimmen aus der deutschen und der irischen Regierung äußerten sich eher skeptisch zu den Erfolgsaussichten der Verhandlungen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,91143 (0,91215) britische Pfund, 126,18 (126,30) japanische Yen und 1,0781 (1,0802) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1868 Dollar gehandelt. Das waren etwa 5 Dollar mehr als am Vortag./jsl/bgf/men