FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Montag unter Druck geraten. Im Mittagshandel kostete die Gemeinschaftswährung 1,2039 US-Dollar. Sie notierte damit nur etwas höher als im Tagestief. In der Nacht hatte der Euro noch bei 1,21 Dollar gelegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,2121 Dollar festgesetzt.

Der Euro gab zu allen wichtigen Währung nach. Er knüpfte damit an seine jüngsten Verluste an. Die Konjunkturaussichten für die Eurozone gelten als trüber als diejenigen für die USA. Die Corona-Impfungen verlaufen zudem deutlich langsamer. Auch wird die Wirtschaft weniger durch Konjunkturhilfen unterstützt als in Übersee.

Besser als erwartet ausgefallene Daten aus der Industrie der Eurozone stützten die Gemeinschaftswährung nicht. So ist der vom Institut Markit erhobene Einkaufsmanagerindex im Februar stärker als bisher bekannt gestiegen. In Italien und Spanien, wo keine vorläufige Schätzung durchgeführt wird, hellte sich die Stimmung stärker als erwartet auf. Die Industrie wird durch die Corona-Maßnahmen weniger stark belastet als der Dienstleistungssektor.

Am Nachmittag könnten die deutschen Verbraucherpreise für den Monat Februar den Markt bewegen. In den USA gibt das Institut ISM seinen Einkaufsmanagerindex für die Industrie bekannt. Aus den Reihen der EZB äußern sich Präsidentin Christine Lagarde und Vizechef Luis de Guindos./jsl/bgf/mis