NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag im späten US-Devisenhandel einen Teil seiner Gewinne wieder verloren. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,2250 US-Dollar gehandelt. Im europäischen Währungsgeschäft war der Euro mit 1,2275 Dolar auf den höchsten Stand seit April 2018 gestiegen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2259 (Montag: 1,2219) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8157 (0,8184) Euro.

Händler verwiesen auf die freundliche Stimmung an den Finanzmärkten. Das US-Repräsentantenhaus hatte zuvor für eine Aufstockung des neuen Corona-Konjunkturprogramms gestimmt. In der Kongresskammer kam bei einer Abstimmung am Montag (Ortszeit) die nötige Zweidrittelmehrheit zustande, um die Hilfszahlungen an US-Bürger von 600 auf 2000 Dollar pro Kopf zu erhöhen. Ob jedoch der Vorstoß auch die Zustimmung des von den Republikanern dominierten Senats bekommen wird, ist fraglich. Die Republikaner dort hatten sich immer wieder gegen ein großzügigeres Konjunkturpaket ausgesprochen.

US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt den Weg für ein neues Konjunkturprogramm frei gemacht. Es könnte jedoch mittelfristig zu einer höheren Inflation in den USA führen. Dies würden den Dollar laut Ökonomen belasten, da die US-Notenbank angekündigt hatte, vorübergehend auch höhere Inflationsraten zu akzeptieren. Dies würde den Dollar für Anleger weniger attraktiv machen. Der Dollar gab am Dienstag zu allen wichtigen Währungen nach./bek/fba