NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Dienstag im US-Handel über 1,10 US-Dollar behauptet. Nachdem die Gemeinschaftswährung im frühen europäischen Geschäft bis auf 1,0961 Dollar gefallen war, erholte sie sich deutlich und wurde zuletzt bei 1,1027 Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1024 (Montag: 1,1038) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9071 (0,9060) Euro.

Im europäischen Handel hatten zunächst Äußerungen von US-Notenbankchef Jerome Powell vom Vortag für Auftrieb beim Dollar gesorgt. Powell hatte stärkere Zinserhöhungen in den USA ins Spiel gebracht, um die aktuell hohe Inflation zu bekämpfen. Im Februar betrug die Inflation in den USA knapp acht Prozent und war damit so stark wie seit 40 Jahren nicht mehr. Bisher wurde am Markt nur mit leichten Zinserhöhungen durch die US-Notenbank um 0,25 Prozentpunkte im weiteren Verlauf des Jahres gerechnet. Powell hatte aber, falls nötig, auch stärkere Zinsschritte von 0,5 Punkten angedeutet.

Im Handelsverlauf konnte der Euro die frühen Verluste wettmachen. Für Auftrieb sorgte eine allgemein freundliche Stimmung an den internationalen Finanzmärkten, die den Euro mit nach oben zog. Der Dollar hingegen, der als sichere Anlage geschätzt wird, war vor dem Hintergrund teils deutlicher Kursgewinne an den Aktienmärkten weniger gefragt./la/jha/