FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag ein wenig zugelegt. Am Mittag kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,1876 Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1864 Dollar festgesetzt.

Etwas Unterstützung erhielt der Euro von Konjunkturdaten aus Deutschland. Die Industrieproduktion stieg im Juli etwas stärker als erwartet. Der Zuwachs folgt auf eine im Jahresverlauf eher enttäuschende Entwicklung, die durch erhebliche Knappheiten an Rohstoffen und Vorprodukten gekennzeichnet ist. Hintergrund sind anhaltende Lieferschwierigkeiten im internationalen Warenhandel, die überwiegend auf die Corona-Pandemie zurückgeführt werden können.

Die Konjunkturerwartungen deutscher Finanzexperten haben sich im September unterdessen abermals eingetrübt. Das Stimmungsbarometer des Mannheimer Forschungsinstituts ZEW fiel auch stärker als erwartet. Die Bewertung der aktuellen Lage hat sich dagegen leicht verbessert. Bankvolkswirte deuteten die Entwicklung als Indiz für eine bevorstehende Konjunkturabkühlung. Die ZEW-Daten belasteten den Euro nur vorübergehend.

In den USA werden am Nachmittag keine wichtigen Konjunkturdaten veröffentlicht./jsl/bgf/stk