FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Montag mit leichten Kursgewinnen in die neue Handelswoche gestartet. Am Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,2150 US-Dollar und damit etwas mehr als in der Nacht zuvor. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,2127 Dollar festgesetzt.

Der Euro bewegt sich seit einigen Tagen in der Nähe seines höchsten Standes seit Frühjahr 2018. Beflügelt wird der Euro vor allem durch die Aussicht auf baldige Corona-Impfungen und die damit einhergehende gute Stimmung an den Finanzmärkten. Der Dollar als weltweite Reservewährung ist daher weniger stark gefragt. Das gibt dem Euro Rückenwind.

Das britische Pfund legte unterdessen spürbar zu. Es profitierte von der Fortsetzung der Brexit-Gespräche zwischen Großbritannien und der Europäischen Union (EU). Am Vormittag stieg das Pfund zum Dollar um mehr als ein Prozent auf rund 1,34 Dollar. Zum Euro legte es ebenfalls deutlich zu und kostete etwas mehr als 1,10 Euro. Obwohl am Wochenende eine selbstgesetzte Frist ausgelaufen war, wollen Großbritannien und die EU weiter über ein Handelsabkommen für die Zeit nach dem Brexit verhandeln.

Zu Wochenbeginn stehen nur wenige Konjunkturdaten auf dem Programm. Für Interesse dürften Produktionsdaten aus der Industrie der Eurozone sorgen. Für den Berichtsmonat Oktober wird ein Anstieg erwartet. Die Industrie ist von der jüngsten Corona-Welle und den damit einhergehenden Beschränkungen weniger stark betroffen als die Dienstleister./bgf/jha/