FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag nach einem enttäuschenden US-Arbeitsmarktbericht deutlich zugelegt. Am Nachmittag stieg die Gemeinschaftswährung bis auf 1,2185 US-Dollar. Im Mittagshandel hatte sie nur knapp über 1,21 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2117 (Donnerstag: 1,2187) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8253 (0,8205) Euro.

In den USA ist der Beschäftigungsaufbau im Mai schwächer als erwartet ausgefallen. Außerhalb der Landwirtschaft sind 559 000 Stellen neu hinzugekommen, während Analysten mit einem Zuwachs von im Schnitt 675 000 Stellen gerechnet hatten. Dies belastete den US-Dollar, auch wenn der Beschäftigungsaufbau deutlich höher als im Vormonat war. Besser als erwartet ausgefallene Daten zur Arbeitslosenquote und den Stundenlöhnen halfen dem Dollar nicht.

Der am Vortag veröffentlichte private ADP-Bericht hatte nach Einschätzung der Landesbank Hessen-Thüringen positive Erwartungen an den Finanzmärkten geschürt. "Insofern enttäuscht das Ergebnis, obwohl sich die Verbesserung des Arbeitsmarktes eindrücklich fortsetzt", heißt es in einem Kommentar. Die US-Notenbank gerate unterdessen nicht zusätzlich unter Handlungsdruck, da sie noch ein gutes Stück von ihren Zielen entfernt sei. Die aktuell sehr lockere Geldpolitik der US-Notenbank belastet tendenziell den Dollar.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85690 (0,85955) britische Pfund, 133,39 (133,81) japanische Yen und 1,0951 (1,0961) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1895 Dollar gehandelt. Das waren 25 Dollar mehr als am Vortag./jsl/fba