FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro ist am Donnerstag etwas gestiegen. Vor geldpolitischen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank (EZB) hielt sich die Kursbewegung aber in Grenzen. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,2093 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Vorabend. Die EZB hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,2109 Dollar festgesetzt.

Am Devisenmarkt blicken die Anleger auf Beschlüsse der EZB, die am frühen Nachmittag erwartet werden. Nach einhelliger Einschätzung von Ökonomen dürfte die Notenbank ihre Geldpolitik weiter lockern und im Kampf gegen die Folgen der zweiten Welle der Corona-Pandemie gleich an mehreren Stellschrauben drehen. Unter anderem wird eine Ausweitung der Anleihekäufe erwartet. Notenbankchefin Christine Lagarde hatte bereits auf der Zinssitzung im Oktober eine "Rekalibrierung" der Geldpolitik angekündigt.

Unter Druck stand dagegen das britische Pfund, das am Morgen im Handel mit allen wichtigen Währungen gesunken ist. Im Ringen um einen Brexit-Handelspakt zwischen der EU und Großbritannien war am Vorabend der erhoffte Durchbruch beim persönlichen Spitzentreffen von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und dem britischen Premier Boris Johnson ausgeblieben. Beide Seiten haben sich eine letzte Frist bis zum Sonntagabend gesetzt./jkr/stk