FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag nach positiv aufgenommenen Konjunkturdaten zugelegt. Gegen Mittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,2145 US-Dollar und damit gut einen halben Cent mehr als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag auf 1,2084 Dollar festgesetzt. Das britische Pfund übertraf erstmals seit knapp drei Jahren die Marke von 1,40 Dollar.

Auftrieb erhielt der Euro durch Konjunkturdaten aus der Eurozone. Die Unternehmensstimmung hellte sich nach Daten des Instituts IHS Markit im Februar auf. Nach wie vor klafft jedoch die Stimmung zwischen der soliden Industrie und den angeschlagenen Dienstleistern weit auseinander. Der Servicesektor wird viel stärker durch die Corona-Beschränkungen belastet als die Industrie.

Markit wies jedoch darauf hin, dass die Industrie unter der hohen globalen Nachfrage nach Rohstoffen leide. Die Einkaufspreise hätten sich zuletzt deutlich erhöht. In den vergangenen Monaten sind die Preise vieler Rohstoffe deutlich gestiegen, insbesondere im Metallbereich. Dies erhöht die Produktionskosten der Unternehmen und kann auf die Lebenshaltungskosten der Verbraucher durchschlagen.

Zugelegt hat auch das britische Pfund. Erstmals seit Frühjahr 2018 stieg es über die Marke von 1,40 US-Dollar. Marktbeobachter begründen den Kursauftrieb mit der zügig verlaufenden Corona-Impfkampagne Großbritanniens. Hinzu kamen am Freitag positive Konjunkturdaten. Die Unternehmensstimmung hellte sich im Februar deutlich auf./bgf/jsl/stk