FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Montag in einem unruhigen Handel unter dem Strich zugelegt. Nachdem die Gemeinschaftswährung zunächst verlor und unter die Marke von 1,21 Dollar fiel, kostete sie am späten Nachmittag 1,2150 Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2128 (Freitag: 1,2159) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8245 (0,8224) Euro.

Thema des Tages am Devisenmarkt war der Brexit. Die Zeit für ein Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU nach dem endgültigen Brexit Ende 2020 wird immer knapper. Da die Meinungen in wichtigen Bereichen immer noch auseinander gehen, herrscht die Sorge vor, dass die Verhandlungen scheitern könnten. Zum Wochenstart wurden zunächst sowohl der Euro als auch das britische Pfund belastet. Der Euro konnte sich jedoch bis zum Nachmittag erholen, während das Pfund weiter unter Druck stand.

Die britische Tageszeitung "The Sun" berichtete auf ihrer Internetseite, dass der britische Premierminister Boris Johnson zu einem Abbruch der Brexit-Gespräche bereit sei. Demnach könnte Johnson die EU-Kommission noch im Laufe des Montags darüber informieren. Auch aus den Reihen der EU kamen zuletzt wenig positive Nachrichten. Fachleute gehen davon aus, dass ein fehlendes Handelsabkommen beide Wirtschaftsräume treffen würde, Großbritannien aber stärker darunter leiden würde.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,91215 (0,90282) britische Pfund, 126,30 (126,44) japanische Yen und 1,0802 (1,0822) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1861 Dollar gehandelt. Das waren etwa 25 Dollar mehr als am Vortag./bgf/jsl/men