NEW YORK (dpa-AFX) - Der zuletzt etwas erstarkte Euro hat am Freitag merklich nachgegeben. Nach einem Rutsch der Gemeinschaftswährung bis auf 1,1003 US-Dollar wurden im New Yorker Handel zuletzt immerhin 1,1056 US-Dollar bezahlt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1008 (Donnerstag: 1,1051) Dollar festgesetzt; der Dollar hatte damit 0,9084 (0,9049) Euro gekostet.

Ranghohe Vertreter der US-Notenbank Fed sprachen sich zum Wochenausklang für eine rasche Straffung der amerikanischen Geldpolitik aus, nachdem die Fed bereits in dieser Woche ihren Leitzins erstmals seit Ende 2018 angehoben hatte. Dies macht den Dollar als Anlagewährung gegenüber dem Euro attraktiver.

Vor Beginn des Kriegs in der Ukraine vor gut drei Wochen hatte der Euro mit rund 1,13 Dollar noch merklich über dem aktuellen Niveau notiert. Seitdem wertete die Gemeinschaftswährung deutlich ab. Die Eurozone ist durch die geografische Nähe und die hohe Energieabhängigkeit von Russland stärker von dem Krieg betroffen als die USA. Am Devisenmarkt ist die Zuversicht, dass eine Verhandlungslösung den Konflikt lösen kann, zuletzt etwas geschwunden./gl/stw