FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Donnerstag im frühen Handel zunächst kaum verändert. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung 1,1315 US-Dollar und damit in etwa so viel wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwoch auf 1,1316 Dollar festgesetzt.

Zur Wochenmitte war der Euro abermals auf einen Tiefstand seit Mitte 2020 gefallen. Ausschlaggebend sind vor allem die nach wie vor sehr lockere Ausrichtung der EZB-Geldpolitik und die angespannte Corona-Lage in vielen Euroländern. Entscheidende Konjunkturdaten aus dem Währungsraum stehen am Donnerstag nicht an, es äußern sich aber einige hochrangige Zentralbanker.

Die türkische Lira steht vor der Zinsentscheidung der Notenbank an diesem Donnerstag unter Dauerdruck. In den vergangenen Tagen ist die Währung zu Dollar und Euro von einem Rekordtief zum nächsten getaumelt. Grund ist die extrem lockere Ausrichtung der türkischen Geldpolitik, obwohl die Inflation mit fast 20 Prozent sehr hoch ist. Analysten erwarten für die Sitzung eine weitere deutliche Zinssenkung. Kritiker monieren, Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nehme Einfluss auf die Notenbank./bgf/mis