FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat zum Wochenstart zugelegt und ist in Richtung 1,16 US-Dollar gestiegen. Am späten Montagnachmittag kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1594 Dollar und damit einen halben Cent mehr als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1578 (Freitag: 1,1645) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8637 (0,8587) Euro.

Unterstützung erhielt der Euro von der freundlichen Stimmung an den internationalen Aktienmärkten. Der US-Dollar als weltweite Reservewährung war im Gegenzug weniger stark gefragt. Zusätzliche Belastung erfuhr der Dollar durch tendenziell schwache Konjunkturdaten vom US-Immobilienmarkt und aus der Industrie. Ansonsten fiel der Wochenstart am Devisenmarkt eher ruhig aus.

Ereignis der Woche ist an den Märkten die Zinssitzung der US-Notenbank Fed am Mittwoch. Es wird erwartet, dass die Federal Reserve den Ausstieg aus ihren milliardenschweren Wertpapierkäufen zur Konjunkturstützung einläutet. Angesichts der konjunkturellen Erholung vom Corona-Einbruch erachten Experten die Hilfen als nicht mehr erforderlich. Zudem ist die Inflation in den vergangenen Monaten stark gestiegen, weshalb die Fed geldpolitisch auf die Bremse treten dürfte.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84575 (0,84490) britische Pfund, 132,19 (132,62) japanische Yen und 1,0562 (1,0611) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1791 Dollar gehandelt. Das waren etwa acht Dollar mehr als am Freitag./bgf/he