FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag weiter zugelegt und ist in Richtung 1,19 US-Dollar gestiegen. Am Morgen kostete die Gemeinschaftswährung bis zu 1,1884 Dollar und damit so viel wie seit etwa einem Monat nicht mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,1846 Dollar festgesetzt.

Unter Druck stand am Morgen der japanische Yen. Am Markt wurde auf die Ankündigung von Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga verwiesen, künftig nicht mehr als Parteivorsitzender zur Verfügung zu stehen. Die Neuwahl des Vorsitzenden der Liberaldemokratischen Partei findet Ende des Monats statt. Der Rückzug Sugas dürfte sein Ende als Regierungschef nach sich ziehen. Hintergrund sind sehr schlechte Umfragewerte für Suga, die vor allem auf sein Management der Corona-Krise zurückgeführt werden.

Vor dem Wochenende richten sich die Blicke der Anleger auch auf neue Zahlen vom US-Arbeitsmarkt. Die Regierung veröffentlicht ihren monatlichen Jobbericht. Da der Arbeitsmarkt eine bedeutende Rolle für die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve spielt, wird ihm an den Finanzmärkten große Bedeutung beigemessen. Die Fed hat signalisiert, dass sie ihre geldpolitische Unterstützung demnächst etwas zurückfahren könnte, soweit sich der Jobmarkt weiterhin solide entwickelt./bgf/jkr/nas