FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Dienstag seine vorsichtige Erholung vom Wochenbeginn fortgesetzt. Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0990 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Zeitweise war der Kurs bis auf 1,1020 Dollar gestiegen, er fiel aber wieder etwas zurück. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montagnachmittag auf 1,0960 Dollar festgesetzt.

An den Finanzmärkten haben Gespräche zwischen Russland und der Ukraine Hoffnungen auf eine Annäherung der Kriegsparteien aufkeimen lassen. Die Gespräche wurden gestern begonnen und werden heute fortgesetzt. Von einem Durchbruch kann bisher nicht gesprochen werden.

Konjunkturdaten aus Deutschland fielen sehr schwach aus, belasteten den Euro aber nicht stark. Die ZEW-Konjunkturerwartungen sind im März so stark eingebrochen wie noch nie seit Erhebungsbeginn Anfang der 1990er Jahre. "Der Ukrainekrieg und die Sanktionen gegen Russland verschlechtern den wirtschaftlichen Ausblick für Deutschland ganz erheblich", erklärte ZEW-Präsident Achim Wambach. Zugleich legten die Inflationserwartungen stark zu.

In den USA stehen am Nachmittag Preisdaten von der Unternehmensebene und ein Stimmungsindikator aus der Industrie an. In Washington beginnt der geldpolitische Ausschuss der US-Notenbank Fed sein zweitägiges Treffen. Es wird erwartet, dass die Fed am Mittwochabend ihre erste Zinsanhebung seit dem Jahr 2018 bekanntgibt. Hintergrund ist die hohe Inflation./bgf/jsl/eas