FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat zu Wochenbeginn frühe Gewinne nicht halten können und ist unter Druck geraten. Am Montagvormittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1835 US-Dollar und damit knapp einen halben Cent weniger als im Tageshoch. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1833 Dollar festgesetzt.

Währen der Euro zunächst von einer breitangelegten Schwäche des Dollar profitierte, drehte sich das Bild im Laufe des Vormittag. Marktteilnehmer erklärten dies mit der trüben Stimmung an den Aktienmärkten. Als ein Grund dafür wurden die anhaltend hohen Corona-Neuinfektionen in Europa genannt. An den Märkten herrscht die Sorge vor neuen überregionalen Corona-Beschränkungen mit abermals drastischen wirtschaftlichen Folgen.

Am Morgen hatte noch die grundsätzliche Zustimmung von US-Präsident Donald Trump zu einer Lösung des Streits über den chinesischen Videodienst Tiktok für Zuversicht gesorgt. Damit könnte zumindest ein Streitpunkt zwischen den USA und China künftig entfallen, argumentierte Analyst Jeffrey Halley vom Handelshaus Oanda.

Zum Wochenstart stehen kaum Konjunkturdaten mit großer Marktbedeutung an. Allerdings äußern sich einige ranghohe Notenbanker, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

Unterdessen berichtet die "Financial Times", dass die EZB derzeit eine Untersuchung zu ihrem Corona-Wertpapierkaufprogramm PEPP durchführen lässt. Es gehe darum, wie lange PEPP noch laufen soll und ob ein Teil seines flexibleren Ansatzes in die herkömmlichen Wertpapierkäufe (APP) übernommen werden könnte, schreibt das Blatt unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte EZB-Ratsmitglieder./bgf/jha/