NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Montag im späten US-Devisenhandel nachgegeben. Zuletzt wurde die Gemeinschaftswährung mit 1,1823 US-Dollar gehandelt. Im europäischen Währungsgeschäft war der Euro zunächst noch bis auf 1,1920 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit Anfang September gestiegen. Er konnte die Gewinne aber nicht halten. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1883 (Freitag: 1,1870) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8415 (0,8425) Euro gekostet.

Der Wochenauftakt an den Finanzmärkten wurde durch zwei entscheidende Ereignisse geprägt. Zum einen sorgte der Sieg des Demokraten Joe Biden in der US-Präsidentschaftswahl für gute Stimmung an den Finanzmärkten. Hauptgrund war die Erleichterung darüber, dass der Wahlkrimi entschieden ist. Hinzu kommt die mit Biden verbundene Erwartung einer weniger konflikthaltigen Politik als die des amtierenden Präsidenten Donald Trump.

Noch entscheidender für die Märkte war jedoch eine Nachricht der Pharmaunternehmen Biontech und Pfizer , die über äußerst positive Testergebnisse ihres in der Entwicklung befindlichen Corona-Impfstoffs berichteten. Analyst Robin Winkler von der Deutschen Bank sprach von einem "Durchbruch" in der Suche nach einem Corona-Impfstoff. Am Devisenmarkt gerieten als sichere Anlagehäfen bekannte Währungen wie der japanische Yen oder der Schweizer Franken erheblich unter Druck./bek/he