FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Montag trotz leichter Verluste über der Marke von 1,10 US-Dollar gehalten. Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1031 Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,1008 Dollar festgesetzt.

Der Krieg in der Ukraine steht an den Finanzmärkten unverändert im Mittelpunkt. Die EZB geht jedoch nach wie vor von Wirtschaftswachstum aus. Der Krieg werde zwar Folgen für das Wachstum im Währungsraum haben, da die Inflation steige und das Vertrauen von Unternehmen und Verbrauchern Schaden nehme, sagte Notenbankpräsidentin Christine Lagarde. Selbst im "düstersten Szenario" gehe die EZB aber von einer wachsenden Wirtschaft aus, erklärte Lagarde.

Nach Einschätzung der Bundesbank wird die deutsche Wirtschaft vorübergehend deutlich durch die Folgen des Kriegs getroffen. "Die Auswirkungen des Angriffs Russlands auf die Ukraine dürften die wirtschaftliche Aktivität in Deutschland ab März spürbar belasten", hieß es im aktuellen Monatsbericht der Bundesbank. "Die für das zweite Vierteljahr angelegte starke Erholung dürfte aus heutiger Sicht (...) deutlich schwächer ausfallen."

Konjunkturdaten stehen zu Wochenbeginn nur wenige an. Sie sind zuletzt wegen des Ukraine-Kriegs in den Hintergrund gerückt. Aus den Notenbanken wird sich nach EZB-Präsidentin Lagarde im Tagesverlauf auch US-Notenbankchef Jerome Powell äußern./jkr/bgf/eas