FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Freitag etwas nachgegeben. Am späten Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1715 US-Dollar und damit etwas weniger als noch am Morgen. Zeitweise war der Euro stärker unter Druck geraten, die Verluste konnten jedoch reduziert werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1730 (Donnerstag: 1,1752) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8525 (0,8509) Euro.

Thema des Tages war die Nachricht, dass sich US-Präsident Donald Trump mit dem Coronavirus infiziert hat. An den Finanzmärkten sorgte dies wenige Wochen vor den amerikanischen Präsidentschaftswahlen für erhebliche Verunsicherung. Der US-Dollar legte zu, da er unter Anlegern als eine Art Reservewährung in unsicheren Zeiten gilt. Darunter litt der Euro, der im Kurs nachgab.

Auftrieb erhielt vor dem Wochenende das britische Pfund. Zwar endete die mittlerweile neunte Verhandlungsrunde zwischen der Europäischen Union und Großbritannien über ein Handelsabkommen nach dem Brexit ohne große Fortschritte. Allerdings wollen sich am Samstag EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und der britischer Premierminister Boris Johnson unterhalten. Anleger erhoffen sich einen Schub in den seit Monaten feststeckenden Verhandlungen.

Zu wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90673 (0,90723) britische Pfund, 123,40 (123,98) japanische Yen und 1,0790 (1,0787) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1905 Dollar gehandelt und damit in etwa so hoch wie am Vortag./bgf/he