FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat sich am Mittwoch etwas erholt. Nachdem die Gemeinschaftswährung am späten Vorabend auf einen 15-monatigen Tiefstand von 1,1524 US-Dollar gefallen war, kostete sie am Mittwochmittag 1,1565 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1555 Dollar festgesetzt.

Der Vormittagshandel verlief zunächst ruhig und ohne starke Impulse. Der Euro profitierte etwas von dem schwächeren US-Dollar. Dieser wurde durch die überwiegend freundliche Marktstimmung unter Druck gesetzt. Der Dollar gilt vielen Anlegern als Reservewährung in unsicheren Zeiten. Ist die Stimmung an den Börsen gut, verliert der Dollar häufig an Wert.

Die am Vormittag veröffentlichten Konjunkturdaten brachten wenig Überraschung. In Deutschland wurde der hohe Preisauftrieb auf Verbraucherebene bestätigt, während die Industrie der Eurozone ihre Produktion in etwa erwartungsgemäß zurückfuhr. Hintergrund sind anhaltende Engpässe im weltweiten Handel mit Rohstoffen und Vorprodukten.

Am Nachmittag richten sich die Blicke der Anleger in Richtung USA. Dort stehen neue Inflationszahlen auf dem Programm. An dem starken Preisauftrieb dürfte sich nach Einschätzung von Ökonomen nicht viel ändern.

Daneben wird die US-Notenbank Fed am Abend ihr Protokoll zur jüngsten Zinssitzung veröffentlichen. Die Fed steuert auf eine erste moderate Straffung ihrer extrem großzügigen Geldpolitik zu. Analysten erwarten, dass sie noch in diesem Jahr mit der Verringerung ihrer milliardenschweren Wertpapierkäufe beginnen wird./bgf/mis