FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag etwas nachgegeben. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde im Mittagshandel mit 1,1870 US-Dollar gehandelt. Sie notierte damit etwas niedriger als noch im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs zuletzt am Donnerstagnachmittag auf 1,1846 Dollar festgesetzt.

Am Devisenmarkt warten die Anleger auf den monatlichen Arbeitsmarktbericht der US-Regierung, der am Nachmittag veröffentlicht wird. Da der Arbeitsmarkt eine wichtige Rolle für die Geldpolitik der US-Notenbank spielt, dürfte er auch am Devisenmarkt stark beachtet werden. Die Fed hat signalisiert, dass sie ihre geldpolitische Unterstützung demnächst etwas zurückfahren könnte, falls sich der Jobmarkt weiter solide entwickelt.

Unterdessen geriet die türkische Lira nach neuen Preisdaten unter Druck. Zuvor war bekannt geworden, dass die Inflation in der Türkei im August den dritten Monat gestiegen ist und sich weiter in Richtung der 20-Prozent-Marke bewegt. Am Markt war hingegen ein leichter Rückgang der Inflationsrate erwartet worden.

Die politische Unsicherheit in Japan hat den Yen nur vorübergehend belastet. Japans Ministerpräsident Yoshihide Suga hatte zuvor nach monatelanger Kritik an seinem Umgang mit der Corona-Pandemie das Handtuch geworfen. Suga erklärte am Freitag überraschend, dass er bei der Ende dieses Monats geplanten Neuwahl des Parteivorsitzes seiner Liberaldemokratischen Partei (LDP) nicht kandidieren werde. Der Yen hat sich gegen Mittag wieder etwas erholt./jsl/jkr/stk