FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro ist am Dienstag gestiegen. Nachdem sich die Gemeinschaftswährung zum Wochenauftakt noch kaum verändert gehalten hatte, konnte sie am Morgen an die Kursgewinne der vergangenen Woche anknüpfen. Der Euro stieg im frühen Handel bis auf 1,1825 US-Dollar und erreichte den höchsten Stand seit mehr als drei Wochen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1801 (Freitag: 1,1761) Dollar festgesetzt.

Der Euro profitierte von einer Dollar-Schwäche. Die amerikanische Währung stand am Morgen zu allen anderen wichtigen Währungen unter Druck. Marktbeobachter verwiesen einmal mehr auf die Geldpolitik in den USA. Zuletzt hatten US-Notenbanker deutlich gemacht, dass sie bei ihrer Entscheidung zum Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik besonders auf Konjunkturdaten blicken werden, insbesondere auf Daten vom Arbeitsmarkt.

Nach Einschätzung der Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank dürften die im weiteren Verlauf der Woche anstehenden US-Konjunkturdaten nicht so stark ausfallen, dass die US-Notenbank Fed frühzeitig den Beschluss zur Reduzierung der Anleihekäufe fassen werde. Sollte die Wirtschaftsdaten aus den USA enttäuschen, könnte der Dollar in den kommenden Handelstagen weiter an Wert verlieren./jkr/zb