NEW YORK (dpa-AFX) - Der Euro hat am Freitag im US-Handel weiter von besser als erwartet ausgefallenen Konjunkturdaten profitiert. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1859 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1856 (Donnerstag: 1,1821) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,8435 (0,8460) Euro.

Die Stimmung in den Unternehmen der Eurozone hat sich im Oktober weniger als erwartet eingetrübt. Der Einkaufsmanagerindex für die Industrie hellte sich sogar überraschend auf und signalisiert ein robustes Wachstum. Gefallen ist allerdings der Wert für den Dienstleistungssektor. Dieser leidet unter neuen Beschränkungen in der Corona-Krise und signalisiert eine Schrumpfung der Aktivität.

Die Kursgewinne des Euro stehen auf brüchigem Fundament, da sich die Corona-Lage in Europa zunehmend verschlechtert. Immer mehr Länder beschließen neue wirtschaftliche Einschränkungen. Auch in Deutschland wurden erneut über 11 000 Neuinfektionen vermeldet. Beobachter erwarten daher weitere Verschärfungen, die die wirtschaftliche Erholung belasten dürften./la/he