NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs <EU0009652759> ist am Donnerstag im US-Handel unter 1,11 US-Dollar geblieben. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1087 US-Dollar und damit in etwa genau soviel wie im frühen europäischen Geschäft. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs auf 1,1083 (Mittwoch: 1,1104) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,9023 (0,9006) Euro.

Am Devisenmarkt rückt die Geldpolitik zunehmend in den Blick. An diesem Donnerstag beginnt im amerikanischen Jackson Hole die viel beachtete Fachkonferenz der US-Notenbank (Fed). An den Märkten werden Hinweise auf mögliche weitere Zinssenkungen erwartet, insbesondere bei einem Auftritt von Fed-Chef Jerome Powell am Freitag.

Erfreuliche Konjunkturdaten gerieten damit in den Hintergrund. Mit den Markit-Einkaufsmanagerindizes war eine Unternehmensumfrage für die Eurozone deutlich besser ausgefallen als erwartet. Sowohl in der stark angeschlagenen Industrie als auch im stabileren Dienstleistungssektor waren die Indikatoren im August gestiegen. "Der Dienstleistungssektor kann sich offenbar weiterhin von der Rezession in der Industrie abkoppeln und bleibt damit die Stütze der Konjunktur", sagte Experte Christoph Weil von der Commerzbank.

Starke Kursgewinne verzeichnete das britische Pfund, das im Handel mit dem Dollar auf ein Dreiwochenhoch von 1,2273 Dollar stieg. Das entspricht einem Zuwachs von etwa einem Prozent zum Vortag. Am Markt wurde dies mit vorsichtigem Optimismus für einen geregelten Brexit begründet. Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht noch Chancen für eine Lösung vor dem Austrittsdatum 31. Oktober./la/he