Aktives Krisenmanagement prägt drittes Quartal von Osram

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Aktives Krisenmanagement prägt drittes Quartal von Osram

29.07.2020 / 07:00

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- Umsatzrückgang mit knapp 30 Prozent im Branchenvergleich geringer als

erwartet

- Free Cashflow lediglich mit sieben Millionen Euro negativ

- Photonik-Champion bekräftigt aktuelle Jahresprognose

- Wechsel im Aufsichtsrat

Osram meistert das dritte Geschäftsquartal dank entschlossener

Gegenmaßnahmen auf globaler Ebene verglichen mit den Hauptabsatzbranchen

besser als erwartet. Der Umsatz auf vergleichbarer Basis sank zwar

angesichts der Folgen der Corona-Krise binnen Jahresfrist um 29,4 Prozent

auf 606 Millionen Euro, aber das EBITDA vor Sondereffekten fiel mit minus 27

Millionen Euro deutlich besser aus als erwartet wurde. Während der

Unternehmensbereich Automotive erwartungsgemäß vom Umsatzeinbruch am

stärksten betroffen war, entwickelt sich Opto Semiconductors verhältnismäßig

positiv. Unternehmensweit lag der Free Cashflow aufgrund des effektiven

Managements des Betriebskapitals lediglich bei minus sieben Millionen Euro.

"Der Erfolg unserer Corona-Maßnahmen und unseres Liquiditäts-Managements

schlägt sich klar in unseren Quartalszahlen nieder. Im dritten Quartal haben

wir bereits die Gesamtersparnis erreicht, die wir uns für das Gesamtjahr

vorgenommen hatten", sagte Olaf Berlien, Vorstandsvorsitzender der OSRAM

Licht AG. "Unser Geschäftsverlauf zeigt, dass wir uns gut gegen die Krise

gerüstet haben. Insbesondere unsere Entwicklung in Nordamerika und China

macht uns zuversichtlich, unsere aktuelle Jahresprognose trotz aller

Widrigkeiten zu erreichen."

Die tiefsten Spuren hinterließ die Corona-Krise im dritten Quartal

erwartungsgemäß im Geschäftsbereich Automotive (AM). Dort gingen die Erlöse

um 35,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf 282 Millionen Euro zurück. Dazu

trug auch entscheidend die weiterhin schwache Margenentwicklung im Joint

Venture Osram Continental bei. Dort wurde zudem eine Abschreibung von 48

Millionen Euro verbucht.

Das bereinigte EBITDA des gesamten Automotive-Bereichs betrug minus 23

Millionen Euro. Der Barmittelabfluss konnte indes auf 19 Millionen Euro

begrenzt werden. Deutlich weniger stark fiel der Rückgang im

Halbleiterbereich Opto Semiconductors aus. Hier reduzierte sich der Umsatz

um 19 Prozent auf 297 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA betrug 36

Millionen Euro. Die operative Marge blieb mit 12,2 Prozent im zweistelligen

Bereich. Der Free Cashflow war mit 24 Millionen Euro weiter positiv. Der

Digitalbereich DI war in Teilen signifikant von Umsatzrückgängen, zum

Beispiel bei Kinolampen und Bühnenbeleuchtung, betroffen. Daher sanken die

Umsätze um rund 31 Prozent auf 159 Millionen Euro. Das bereinigte EBITDA

betrug minus 23 Millionen Euro. Der Free Cashflow war hingegen mit 17

Millionen Euro deutlich positiv.

Der globale Krisenplan und die örtlichen Hygiene- und Betriebskonzepte zur

Vermeidung von Ansteckungen mit dem Corona-Virus haben sich bei Osram

bewährt. Durch ein Bündel von Maßnahmen am und um den Arbeitsplatz gab es

unter den rund 22.000 Mitarbeitern nur sehr wenige Infektionen, die

Einschränkungen in der Produktion blieben begrenzt.

Das laufende Schlussquartal des Geschäftsjahres 2020 wird indes

konjunkturell weiterhin von der Corona-Krise geprägt bleiben. Zwar

verzeichnet Osram insbesondere in Asien sichtbare Zeichen einer Erholung.

Die Produktionsstandorte dort fertigen annähernd so viel wie vor Einsetzen

der Pandemie. Die konjunkturelle Erholung in Europa bleibt aber noch

abzuwarten. Insgesamt sieht sich der Vorstand auf gutem Weg, die im Juni

angepasste Jahresprognose zu erfüllen.

Veränderungen im Aufsichtsrat

Am Dienstagabend haben die Osram-Aufsichtsratsmitglieder Roland Busch, Frank

H. Lakerveld und Arunjai Mittal ihre Mandate niedergelegt. Auf sie folgen

der selbständige Unternehmensberater Hans-Peter Metzler, ams-Vorstand Thomas

Stockmeier und ams-Betriebsrat Johann Christian Eitner. "Ich bedanke mich

für die Unterstützung in den letzten Jahren bei Herrn Busch, Herrn Lakerfeld

und Herrn Mittal und freue mich auf eine gute Zusammenarbeit mit ihren drei

Nachfolgern, die von unserem Mehrheitsaktionär ams in den Aufsichtsrat

entsandt wurden", erklärte Olaf Berlien, CEO von Osram.

Ab 14:00 Uhr MESZ können Sie am 29. Juli die Analystenkonferenz mit dem

Vorstand unter folgendem Link verfolgen:

https://87399.choruscall.eu/links/osram200729ir.html

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Ausgewählte Kennzahlen des OSRAM Licht-Konzerns (fortg. Geschäft) im dritten

Quartal

3. Quartal 3. Quartal Veränderung

2020 2019 nominal

Umsatz 606 850 (28,7%)

Vglb. Umsatzwachstum1 (29,4%)

EBITDA bereinigt2 (27) 58 n.a.

.Marge (4,5%) 6,8% (1130bp)

Ergebnis nach Steuern (140) (35) n.a.

Free Cashflow (7) 91 n.a.

Mitarbeiter in Tsd. 22 24 (10,2%)

(ungeprüfte Zahlen. Angaben in Millionen Euro, Margen in Prozent,

Mitarbeiter per 30. Juni. Negative Werte in Klammern.)

(1bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte)

(2Bereinigt um Sonderthemen, inkl. z.B. Transformationskosten, wesentliche

rechtliche und regulatorische Themen sowie M&A bezogene Kosten.)

Entwicklung der Berichtssegmente im dritten Quartal

3. Quartal 3. Quartal Veränderung

2020 2019 Nominal

Opto Semiconductors

.Gesamtumsatz 297 363 (18,2%)

.vglb. Umsatzwachstum1 (19,0%)

.EBITDA bereinigt2 36 60 (39,8%)

. Free Cashflow 24 81 (69,7%)

Automotive

.Gesamtumsatz 282 432 (34,8%)

.vglb. Umsatzwachstum1 (35,7%)

.EBITDA bereinigt2 (23) 22 n.a.

.Free Cashflow (19) 31 n.a.

Digital

.Gesamtumsatz 159 232 (31,5%)

.vglb. Umsatzwachstum1 (31,3%)

.EBITDA bereinigt2 (23) (7) n.a.

. Free Cashflow 17 0 n.a.

(ungeprüfte Zahlen in Millionen Euro. Negative Werte in Klammern.)

(1bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte)

(2Bereinigt um Sonderthemen, inkl. z.B. Transformationskosten, wesentliche

rechtliche und regulatorische Themen sowie M&A bezogene Kosten.)

ÜBER OSRAM

OSRAM, mit Hauptsitz in München, ist ein weltweit führendes

Hightech-Unternehmen mit einer über 110-jährigen Geschichte. Die überwiegend

halbleiterbasierten Produkte ermöglichen verschiedenste Anwendungen von

Virtual Reality bis hin zum autonomen Fahren sowie von Smartphones bis zu

vernetzten intelligenten Beleuchtungslösungen in Gebäuden und Städten. OSRAM

nutzt die unendlichen Möglichkeiten von Licht, um das Leben von Menschen und

Gesellschaften zu verbessern. Mit Innovationen von OSRAM werden wir künftig

nicht nur besser sehen, sondern auch besser kommunizieren, uns fortbewegen,

arbeiten und leben. OSRAM beschäftigte Ende des Geschäftsjahres 2019 (per

30. September) weltweit rund 23.500 Mitarbeiter und erzielte in diesem

Geschäftsjahr einen Umsatz von rund 3,5 Milliarden Euro aus fortgeführten

Aktivitäten. Das Unternehmen ist an den Börsen in Frankfurt am Main und

München notiert unter der WKN: LED 400 (Börsenkürzel: OSR). Weitere

Informationen finden Sie im Internet unter www.osram.de.

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zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs von OSRAM liegen, beeinflusst die

Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse

von OSRAM. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen

Ergebnisse, Erfolge und Leistungen von OSRAM wesentlich von den Angaben zu

Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen, die ausdrücklich oder

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früherer Trends erwartet werden. Diese Faktoren beinhalten insbesondere

Angelegenheiten, die im Risiko- und Chancenbericht des Geschäftsberichts des

OSRAM Licht-Konzerns beschrieben sind, sich aber nicht auf solche

beschränken. Sollten sich eines oder mehrere dieser Risiken oder

Ungewissheiten realisieren oder sollte es sich erweisen, dass die zugrunde

liegenden Annahmen nicht korrekt waren, können die tatsächlichen Ergebnisse,

Leistungen und Erfolge von OSRAM wesentlich von denjenigen Ergebnissen

abweichen, die in der zukunftsgerichteten Aussage als erwartete,

antizipierte, beabsichtigte, geplante, geglaubte, angestrebte, geschätzte

oder projizierte Ergebnisse, Leistungen und Erfolge genannt worden sind.

OSRAM übernimmt keine Verpflichtung und beabsichtigt auch nicht, diese

zukunftsgerichteten Aussagen über gesetzliche Anforderungen hinaus zu

aktualisieren oder bei einer anderen als der erwarteten Entwicklung zu

korrigieren. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne

Zahlen in diesem und anderen Berichten nicht genau zur angegebenen Summe

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