Allgeier SE: Aufsichtsrat billigt Jahresabschluss 2019, EBITDA im Berichtszeitraum um 57 Prozent auf 70 Mio. EUR gesteigert

DGAP-Ad-hoc: ALLGEIER SE / Schlagwort(e): Jahresergebnis/Dividende

Allgeier SE: Aufsichtsrat billigt Jahresabschluss 2019, EBITDA im

Berichtszeitraum um 57 Prozent auf 70 Mio. EUR gesteigert

16.04.2020 / 18:59 CET/CEST

Veröffentlichung einer Insiderinformation nach Artikel 17 der Verordnung

(EU) Nr. 596/2014, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.

Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.

München, 16.04.2020 - Der Aufsichtsrat der Allgeier SE (ISIN DE000A2GS633,

WKN A2GS63) hat in seiner heutigen Sitzung den testierten Jahres- und

Konzernabschluss der Allgeier SE für das Geschäftsjahr 2019 gebilligt. Der

Jahresabschluss ist damit festgestellt. Die finalen Zahlen für den Allgeier

Konzern entsprechen im Wesentlichen den in der Ad-hoc-Mitteilung vom 05.

März 2020 veröffentlichten vorläufigen Zahlen.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung nach IFRS

Der Allgeier Konzern verzeichnete im Geschäftsjahr 2019 (01. Januar 2019 -

31. Dezember 2019) ein zweistelliges Wachstum in den Umsatzerlösen und in

der Wertschöpfung. Der Konzern-Umsatz stieg im Jahr 2019 gegenüber dem

Vorjahr um 14 Prozent auf 784 Mio. Euro (Vorjahr: 688 Mio. Euro). Die

Konzern-Wertschöpfung (definiert als Gesamtleistung abzüglich der den

Umsätzen direkt zurechenbaren Umsatz- und Personalkosten) erhöhte sich um 18

Prozent auf 230 Mio. Euro (Vorjahr: 195 Mio. Euro). Das bereinigte

Konzern-EBITDA (EBITDA vor Effekten, die betriebswirtschaftlich als

außerordentlich oder periodenfremd qualifiziert werden) stieg um 34 Prozent

auf 73,4 Mio. Euro (Vorjahr: 54,9 Mio. Euro). Das Konzern-EBITDA (Ergebnis

vor Abschreibungen auf Sachanlagen und Abschreibungen auf immaterielle

Vermögensgegenstände, Zinsen und Steuern) stieg um 57 Prozent auf 70,1 Mio.

Euro (Vorjahr: 44,6 Mio. Euro). Das EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern)

erhöhte sich um 104 Prozent auf 37,6 Mio. Euro (Vorjahr: 18,4 Mio. Euro).

Das EBT (Ergebnis vor Steuern) stieg um 132 Prozent auf 29,8 Mio. Euro

(Vorjahr: 12,9 Mio. Euro). Der Ertragssteueraufwand betrug 11,5 Mio. Euro

(Vorjahr: 6,4 Mio. Euro). Nach Steuern erzielte der Konzern ein Ergebnis der

Periode in Höhe von 18,4 Mio. Euro (Vorjahr: 6,4 Mio. Euro). Unter

Einbeziehung des veräußerten Geschäfts betrug das Ergebnis der Periode 18,7

Mio. Euro (Vorjahr: 8,2 Mio. Euro). Davon entfielen auf die Aktionäre des

Mutterunternehmens 15,1 Mio. Euro (Vorjahr: 5,9 Mio. Euro). Das Ergebnis je

Aktie betrug 1,44 Euro (Vorjahr: 0,59 Euro). Das um die Abschreibungen aus

Akquisitionstätigkeit bereinigte und mit normalisierten Steuern gerechnete

operative Ergebnis je Aktie betrug 2,16 Euro (Vorjahr: 1,69 Euro).

Wichtige Konzernkennzahlen* 2018 2019 Veränderung

Umsatzerlöse 688,0 784,2 +14 %

Wertschöpfung 230,0 195,4 +18 %

EBITDA 44,6 70,1 +57 %

Bereinigtes EBITDA 54,9 73,4 +34 %

EBIT 18,4 37,6 +104 %

Ergebnis der Periode 6,4 18,4 +188 %

Ergebnis je Aktie** (in EUR) 0,59 1,44 +144 %

Operatives Ergebnis je Aktie (in EUR) 1,69 2,16 +28 %

*Gesamt-Konzern nach IFRS, Werte angepasst nach IFRS 16, Angaben in Mio. EUR

(soweit nicht anders vermerkt) **ohne Ergebnis aus Veräußerung

Eckdaten der Bilanz zum 31. Dezember 2019

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 betrug das Konzern-Eigenkapital 165,9

Mio. Euro (Vorjahr: 128,7 Mio. Euro). Dem Allgeier Konzern standen zum

Jahresende 2019 liquide Mittel in Höhe von 97,4 Mio. Euro zur Verfügung

(Vorjahr: 77,0 Mio. Euro). Die kurz- und langfristigen Finanzschulden fielen

auf 164,9 Mio. Euro (Vorjahr: 181,7 Mio. Euro). Die Bilanzsumme betrug 587,0

Mio. Euro (Vorjahr: 535,9 Mio. Euro).

Gewinnverwendung

Vorstand und Aufsichtsrat sehen die Kontinuität der Dividendenzahlungen als

wesentliches Ziel an. Das Geschäftsjahr 2019 war für die Allgeier Gruppe

sehr erfolgreich. Vor dem Hintergrund der weltweiten SARS-CoV-2-Pandemie und

deren wirtschaftlichen Folgen ist der Vorstand jedoch vorsichtig und schlägt

vor, die Dividende für das Geschäftsjahr 2019 auszusetzen. Oberstes Ziel

muss die Sicherung der Liquidität, der Wettbewerbsfähigkeit und der

Arbeitsplätze im Unternehmen sein.

Der Aufsichtsrat hat daher heute, am 16. April 2020, beschlossen, der

Hauptversammlung vorzuschlagen, den im Jahresabschluss der Allgeier SE

ausgewiesenen Bilanzgewinn per 31. Dezember 2019 in Höhe von 66.283.968,80

Euro auf neue Rechnung vorzutragen.

Angesichts der aktuell noch zu geringen Vorhersehbarkeit der Folgen der

Pandemie wird der Aufsichtsrat diese Entscheidung unmittelbar vor

Einberufung der Hauptversammlung noch einmal überprüfen und dann final

entscheiden.

Ausblick auf das Geschäftsjahr 2020

Der Vorstand geht für das erste Quartal von einem sehr guten

Geschäftsverlauf entsprechend der bisherigen Planung für 2020 aus und

erwartet eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahresquartal. Eine

Guidance für das gesamte Geschäftsjahr 2020 gibt der Vorstand aufgrund der

Unsicherheit über die möglichen Folgen der weltweiten Covid-19 Pandemie auf

die Weltwirtschaft aktuell nicht ab. Der Geschäftsverlauf im ersten Quartal

2020 war davon noch nahezu unbeeinflusst. Nachdem unsere Kollegen in China

bereits ab Januar ausschließlich aus dem Home Office gearbeitet hatten,

haben im Verlauf des März nahezu alle Mitarbeiter der Allgeier Gruppe ihre

Tätigkeit zum Schutz ihrer Gesundheit vorsorglich ins Home Office verlagert.

Mit den entsprechenden Maßnahmen konnte der Service für unsere Kunden und

die Arbeit in den Projekten in sicherer und produktiver Weise ohne größere

Einschränkungen fortgesetzt werden. Allerdings kann die Entwicklung für die

kommenden Quartale heute noch nicht ausreichend verlässlich abgeschätzt

werden.

An der für das Geschäftsjahr 2020 geplanten Abspaltung und eigenständigen

Börsennotierung des globalen Technologie- und Softwareentwicklungsgeschäfts

(siehe Ad-hoc-Mitteilung vom 05. November 2019) hält der Vorstand weiterhin

fest. Alle Gründe für diesen Schritt behalten auch vor dem Hintergrund der

aktuellen Pandemie und ihrer möglichen Folgen ihre Gültigkeit. Es wird

erwartet, dass die Digitalisierung der Geschäftsmodelle in sämtlichen

Branchen und öffentlichen Verwaltungen in den kommenden Jahren eher weiter

beschleunigt wird und damit die Geschäftsmodelle des abzuspaltenden globalen

Technologie-Unternehmens wie auch des verbleibenden, eher auf Deutschland

fokussierten Allgeier-Geschäfts nachhaltig profitieren werden. Die

Entscheidung über einen möglichen konkreten Zeitplan werden Vorstand und

Aufsichtsrat in den kommenden Wochen treffen, sobald die kurzfristigen

Auswirkungen der aktuellen Corona-Krise auf die Vorbereitungsarbeiten für

die Abspaltung und das nachfolgende Listing sowie die Verfassung der

Kapitalmärkte für das zweite Halbjahr 2020 klarer absehbar werden.

Hinweis

Der Allgeier Geschäftsbericht 2020 wird am 20. April 2020 veröffentlicht und

ist dann unter www.allgeier.com einzusehen.

Alle genannten Zahlen für das Geschäftsjahr 2019 wurden gemäß IFRS unter

Anwendung des ab 2019 geltenden Standards IFRS 16 erstellt. Die

Vergleichszahlen für 2018 wurden zum Zwecke der Vergleichbarkeit retrograd

auf IFRS 16 angepasst. Alle in dieser Mitteilung genannten IFRS-Zahlen

beziehen sich auf das Geschäft des gesamten Konzerns.

Es wird ferner darauf hingewiesen, dass sämtliche Angaben für das

Geschäftsjahr 2020 auf Annahmen und Schätzungen beruhende Erwartungen des

Vorstands darstellen. Auch wenn der Vorstand der Ansicht ist, dass diese

Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftigen tatsächlichen

Entwicklungen und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen

und Schätzungen abweichen. Die Allgeier SE übernimmt keine Gewährleistung

und keine Haftung dafür, dass die künftigen Entwicklungen und die künftig

erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in dieser Ad-hoc-Mitteilung

geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.

Dieses Dokument enthält - in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht

genau bestimmte - ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative

Leistungskennzahlen sind oder sein können. Diese ergänzenden

Finanzkennzahlen können als Analyseinstrument nur eingeschränkt tauglich

sein und sollten für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

der Allgeier SE nicht isoliert oder als Alternative zu den in den im

Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen

Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden.

Andere Unternehmen, die alternative Leistungskennzahlen mit einer ähnlichen

Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen, so

dass sie deshalb möglicherweise nicht vergleichbar sind.

Kontakt:

Allgeier SE

Corporate Communications & Investor Relations

Dr. Christopher Große

Einsteinstraße 172

81677 München

Tel.: +49 (0)89/998421-0

Fax: +49 (0)89/998421-11

E-Mail: ir@allgeier.com

Web: www.allgeier.com

16.04.2020 CET/CEST Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche

Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen.

Medienarchiv unter http://www.dgap.de

1023069 16.04.2020 CET/CEST