financial.de - Mutares: 'Im europäischen Spitzenfeld der Private-Equity-Liga'

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financial.de - Mutares: 'Im europäischen Spitzenfeld der

Private-Equity-Liga'

14.07.2020 / 10:30

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Mutares: "Im europäischen Spitzenfeld der Private-Equity-Liga"

Die Münchner Private-Equity-Gesellschaft Mutares SE & Co. KGaA (ISIN:

DE000A2NB650) ist mit bereits fünf Akquisitionen im laufenden Jahr erneut

mit einem hohen Wachstumstempo unterwegs. Das absolute Wachstum der Holding

spiegelt sich bisher allerdings noch nicht im Aktienkurs wider. Zwar hat die

Corona-Krise Teile des bestehenden Portfolios belastet, Analysten sehen für

die günstig bewertete PE-Aktie, die eine Dividendenrendite ca. 10 %

aufweist, jedoch ein Kurspotenzial von bis zu 80 Prozent.

"Vor allem M&A-seitig gab das erste Halbjahr viel her. Mit fünf

Transaktionen auf der Kaufseite, davon vier Plattform-Investitionen und eine

Add-on-Akquisition, drei Exits sowie der erfolgreichen Platzierung einer

Anleihe in Höhe von 50 Mio. Euro waren wir extrem erfolgreich und befinden

uns damit bezüglich der Transaktionszahl im europäischen Spitzenfeld der

Private-Equity-Liga", erläutert Mutares-CEO Robin Laik im Exklusivinterview

mit Financial.de.

Im Geschäftsjahr 2019 erzielte Mutares einen konsolidierten Jahresumsatz in

Höhe von 1,02 Mrd. Euro. Durch eine kontinuierliche Ausweitung des

durchschnittlich gehaltenen Portfolios streben die Münchner eine

mittelfristige Verdoppelung auf mindestens 2 Mrd. Euro an. "Im Vergleich zur

Vergangenheit machen wir deutlich größere Transaktionen und arbeiten mit

Nachdruck an unserer Buy-and-Build Strategie", so Laik.

"Eine absolute Win-Win-Situation"

Den Ende Juni bekannt gegebenen Kauf des Metallurgie-Geschäfts (NMD) von

Nexans sieht Mutares-CIO Johannes Laumann als Perfect Fit für das bestehende

Plattforminvestment Plati: "Mit dem Erwerb von NMD haben wir gemeinsam mit

Plati eine deutlich tiefere Wertschöpfung und können unsere Kunden noch

effizienter und serviceorientierter bedienen. Eine absolute

Win-Win-Situation." Ebenso wie bei der Übernahme der SABO Maschinenfabrik

von John Deere sieht Laumann auch hier neben dem Kaufpreis weitere Gründe

für den Zuschlag an Mutares: "Ein schlüssiges, zukunftsfähiges Konzept, eine

transparente Verhandlungs- und Kommunikationsstrategie im Prozess, Vertrauen

der Verkäufer in die handelnden Personen und natürlich das erfolgreiche

Zusammenspiel von M&A und Operations sind unser wesentlicher USP im

kompetitiven Bieterumfeld."

Auch im zweiten Halbjahr erwartet Laumann eine rege Transaktionstätigkeit:

"Wir als Mutares sind jedenfalls bestens aufgestellt und werden die Chance

nutzen." Bei den Beteiligungen aus der Automobilindustrie habe Mutares

sofort auf die Umsatzeinbrüche reagiert und umfangreiche Sanierungsmaßnahmen

eingeleitet. Der Rückzug der Mutares-Vertreter aus dem Aufsichtsrat der

börsennotierten Beteiligung STS Group sei kein Zeichen für einen

kurzfristigen Verkauf: "Bei der STS Group bleiben wir weiterhin

unterstützend an Bord und haben keine konkreten Pläne, unser Engagement

kurzfristig zurückzufahren. Unser Risiko zum heutigen Zeitpunkt ist

überschaubar", so Laumann gegenüber Financial.de.

ROIC zwischen 7 und 10 als Ziel

Im Juni hat Mutares im Rahmen seiner fortentwickelten

Kommunikationsstrategie das Ziel ausgegeben, künftig einen Return auf das

eingesetzte Kapital (ROIC) zwischen 7 und 10 erreichen zu wollen. Im

historischen Schnitt lag die Gesellschaft bei 5,6. "Neben den

offensichtlichen Exit-Erlösen bei erfolgreichem Verkauf erhalten wir

normalerweise wesentliche Returns aus Beratungserlösen und

Portfoliodividenden. Unsere Strategie beinhaltet, an einem erfolgreichen

Turnaround unserer Portfoliounternehmen als Gesellschafter abhängig von

unserem Risiko zu partizipieren", erklärt Laik im Financial.de-Interview.

An der nachhaltigen Dividendenpolitik will Mutares festhalten: "Wir sind

überzeugt, auch für das Geschäftsjahr 2020 eine attraktive Dividende für

unsere Shareholder zu generieren. Unsere Dividendenfähigkeit stützt sich

dabei, wie bereits angesprochen, auf eine breite Ertragsbasis der Holding

von Gewinnen aus der Restrukturierungs-Beratung, Dividendeneinnahmen aus dem

gehaltenen Portfolio sowie ggf. anfallenden Exit-Erlösen. Wie Sie unseren

Veröffentlichungen entnehmen können, habe ich selbst jüngst weitere

Mutares-Aktien zugekauft."

Zum vollständigen Interview: Mutares

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