GRENKE AG: Pressemitteilung begleitend zur ad-hoc 'Wolfgang Grenke lässt Aufsichtsratsmandat ruhen'

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GRENKE AG: Pressemitteilung begleitend zur ad-hoc 'Wolfgang Grenke lässt

Aufsichtsratsmandat ruhen'

21.09.2020 / 09:26

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GRENKE AG beauftragt unabhängige Prüfung der Franchise-Übernahmen und prüft

mögliche Integration des Franchise-Systems in den Konzern - Wolfgang Grenke

lässt Aufsichtsratsmandat ruhen und bietet der Grenke AG

Franchisebeteiligungen der CTP zur Übernahme an

Baden-Baden, den 21. September 2020: Die GRENKE AG, globaler

Finanzierungspartner für kleine und mittlere Unternehmen, kündigt die

nächsten Schritte an:

1. Eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wird beauftragt, die

Marktüblichkeit der Franchise-Übernahmen der Vergangenheit und deren

Vorteilhaftigkeit für die GRENKE AG zu überprüfen.

2. GRENKE prüft eine Integration des Franchise-Systems in den Konzern.

Wolfgang Grenke bietet der GRENKE AG die Übernahme der von der CTP

gehaltenen Beteiligungen an den Franchisegesellschaften zur Übernahme an.

3. Wolfgang Grenke, Unternehmensgründer und stellvertretender

Aufsichtsratsvorsitzender der GRENKE AG, wird sein Aufsichtsratsmandat

vorerst ruhen lassen.

4. Die Familie Grenke bekennt sich dazu, ihr Aktienpaket von 40,84 Prozent

langfristig zu halten.

Unabhängige Prüfung der Franchise-Übernahmen

Die Übernahmen der Franchise-Unternehmen in der Vergangenheit sollen von

einem unabhängigen Prüfer analysiert und bewertet werden. Dabei geht es

insbesondere um die Marktüblichkeit der Bewertungen, die Vorteilhaftigkeit

für die GRENKE AG und die Validierung der geschlossenen Kaufverträge

einschließlich der beteiligten Parteien. Den Beschluss für ein

entsprechendes Gutachten hat der Aufsichtsrat gefällt und wird kurzfristig

eine unabhängige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft damit beauftragen.

Daneben wird, wie bereits angekündigt, die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

KPMG ein Sondergutachten erstellen. Dabei geht es darum die Substanz des

Geschäftes zu belegen und diese Vorwürfe endgültig zu widerlegen.

Mögliche Integration des Franchise-System in den Konzern

Bisher erfolgt die Expansion des GRENKE Konzerns in neue Märkte über

Franchise-Unternehmen, an denen die geschäftsführenden Gesellschafter der

Franchise-Unternehmen mit einer substanziellen Minderheitsbeteiligung

beteiligt sind. Die Kapitalmehrheit liegt bislang bei verschiedenen

Finanzinvestoren, darunter der CTP Handels- und Beteiligungs GmbH (CTP).

Nach typischerweise vier bis sechs Jahren erwirbt GRENKE die

Franchise-Unternehmen.

Während GRENKE auch in Zukunft an dem bewährten Modell einer

Minderheitsbeteiligung der geschäftsführenden Gesellschafter festhalten

will, wird nunmehr erwogen, dass die Kapitalmehrheit von GRENKE nicht erst

nach der Start-Up-Phase erworben wird, sondern GRENKE bereits mit Gründung

Gesellschafter der Franchise-Unternehmen wird.

In die diesbezüglichen Überlegungen werden die Ergebnisse des Gutachtens des

unabhängigen Prüfers einfließen. GRENKE wird bereits parallel zur Erstellung

des Gutachtens in den kommenden Wochen an der Ausgestaltung einer neuen

Struktur arbeiten, die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit verschiedener Optionen

untersuchen und in Gespräche mit den übrigen Beteiligten eintreten.

Wolfgang Grenke, seit Februar 2020 indirekter Eigentümer der CTP, hat der

GRENKE AG die Übernahme der Franchisebeteiligungen der CTP angeboten und

hält sein Angebot bis zum 31.12.2021 aufrecht. Vorstand und Aufsichtsrat der

GRENKE AG ziehen das in Erwägung und werden die Umsetzung eines möglichen

Erwerbs der Beteiligungen ebenfalls von der unabhängigen

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft prüfen lassen.

Interne Beratungen zur Neuaufstellung des Franchise-Systems haben bereits

begonnen. Vor einer Umstellung des Systems wird GRENKE auch die Auswirkungen

auf die Bilanzierung und Konsolidierung der Franchise-Unternehmen sorgfältig

prüfen. Selbstverständlich werden etwaige Transaktionen in diesem

Zusammenhang zu Marktkonditionen erfolgen und mit entsprechenden

unabhängigen Wertgutachten unterlegt.

Dazu Antje Leminsky, Vorstandsvorsitzende der GRENKE AG: "Es hat sich für

uns über Jahre bewährt, dass die Geschäftsführer unserer

Franchise-Unternehmen unternehmerisch beteiligt sind. Das stärkt den

Unternehmergeist vor allem in der Start-up-Phase der ersten Jahre. In allen

aktuellen Franchise-Unternehmen sind das ehemalige Mitarbeiter, die ins

Ausland gehen, um für uns einen neuen Markt zu erschließen. An diesem

Grundprinzip halten wir fest, wollen aber in Zukunft jeglichen Anschein von

Interessenkonflikten vermeiden. Was die Ausgestaltung der künftigen

Eigentümer- und Finanzierungsstrukturen angeht, so werden wir uns nicht nur

juristisch und wirtschaftlich beraten lassen, sondern auch den Dialog mit

unseren langfristig orientierten Investoren suchen, um deren Perspektive auf

die Optimierung des Modells einzubeziehen."

Wolfgang Grenke lässt Aufsichtsratsmandat ruhen

Wolfgang Grenke lässt sein Aufsichtsratsmandat bei der GRENKE AG mit

sofortiger Wirkung ruhen, bis die Vorwürfe hinsichtlich etwaiger

Interessenkonflikte vollständig ausgeräumt sind. Das gilt auch für sein

Aufsichtsratsmandat bei der GRENKE Bank sowie sein Verwaltungsratsmandat bei

der Schweizer Grenkeleasing AG.

Für den Prozess der Integration des Franchise-Systems und die anstehende

Prüfung von Alternativen sind Interessenkonflikte somit ausgeschlossen.

Langfristiges Bekenntnis der Familie Grenke zum Unternehmen

Schließlich bekennt sich die Grenke Beteiligung GmbH & Co. KG, in der die

Familie Grenke ihre Anteile von insgesamt 40,84 Prozent gebündelt hat, dazu,

ihre Aktienpakete langfristig zu halten. Teil dieses Pakets ist auch der

Anteil von Wolfgang Grenke.

Zu den Entscheidungen vom Wochenende sagte Ernst-Moritz Lipp,

Aufsichtsratsvorsitzender der GRENKE AG: "Wir rechnen es Wolfgang Grenke

hoch an, dass er sein Aufsichtsratsmandat ruhen lässt. Er gibt uns damit die

Zeit, ohne jedweden Interessenkonflikt die Zukunft zu gestalten.

Gleichzeitig zeigt die Absicht von Wolfgang Grenke und den anderen

Familienmitgliedern, dass sie vollstes Vertrauen in die GRENKE AG und ihre

langfristige Perspektive haben."

Weitere Informationen erhalten Sie von:

GRENKE AG

Team Investor Relations

Neuer Markt 2

76532 Baden-Baden

Telefon: +49 7221 5007-204

E-Mail: investor@grenke.de

Internet: www.grenke.de

Pressekontakt

Stefan Wichmann

Executive Communications Consulting

Alfred-Bierwirth-Weg 2

D-53572 Unkel (b. Bonn)

Telefon: +49 22 24 98 77 98

E-Mail: presse@grenke.de

Mobil: +49 (0) 171 20 20 300

Über GRENKE

Die GRENKE Gruppe (GRENKE) ist ein globaler Finanzierungspartner für kleine

und mittlere Unternehmen. Kunden erhalten alles aus einer Hand: vom

flexiblen Small-Ticket-Leasing über bedarfsgerechte Bankprodukte bis zum

praktischen Factoring. Die schnelle und einfache Abwicklung sowie der

persönliche Kontakt zu Kunden und Partnern stehen dabei im Mittelpunkt.

1978 in Baden-Baden gegründet, ist das Unternehmen heute mit über 1.700

Mitarbeitern in 33 Ländern weltweit aktiv. Die GRENKE-Aktie ist an der

Frankfurter Börse im MDAX gelistet (ISIN: DE000A161N30).

Weitere Informationen zu GRENKE sowie zu den Produkten unter: www.grenke.de

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