STS Group AG veröffentlicht Zahlen zum ersten Quartal 2020 - Geschäftsentwicklung negativ von COVID-19 beeinflusst / China dennoch mit Umsatz- und Ergebnisplus

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STS Group AG veröffentlicht Zahlen zum ersten Quartal 2020 -

Geschäftsentwicklung negativ von COVID-19 beeinflusst / China dennoch mit

Umsatz- und Ergebnisplus

13.05.2020 / 07:30

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STS Group AG veröffentlicht Zahlen zum ersten Quartal 2020 -

Geschäftsentwicklung negativ von COVID-19 beeinflusst / China dennoch mit

Umsatz- und Ergebnisplus

- Umsatz im ersten Quartal 2020 74,3 Mio. EUR (3M/2019: 95,5 Mio. EUR);

Umsatzminus von 22,2 % aufgrund COVID-19-Pandemie und schwachen

Automotive-Märkten in Europa

- Adjusted EBITDA im ersten Quartal 2020 unter Vorjahr bei -1,2 Mio. EUR

(3M/2019: 4,3 Mio. EUR)

- Positive Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Segment China durch hohe

Kundennachfrage im Nutzfahrzeugbereich

- Positiver Netto-Cashflow aus operativer Tätigkeit von 0,7 Mio. EUR

(3M/2019: -1,1 Mio. EUR); Liquidität auf dem Niveau vom 31. Dezember 2019

gehalten

- COVID-19 bedingte komparative Prognose 2020: Umsatz unter Vorjahr und

ruckläufige Adjusted EBITDA-Marge

Hallbergmoos/München, 13. Mai 2020. Die STS Group AG (ISIN: DE000A1TNU68),

ein im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierter weltweit

tätiger Systemlieferant für die Automotive- und Nutzfahrzeugindustrie,

veröffentlicht heute ihre Zwischenmitteilung zum ersten Quartal 2020.

Andreas Becker, CEO der STS Group AG: "Die Geschäftsentwicklung der STS

Group war im ersten Quartal von der Corona-Pandemie und den damit

einhergehenden Werksschließungen in China, Europa und Amerika geprägt. Die

Werksschließungen wirkten sich vor allem in Europa negativ auf die Umsatz-

und Ertragslage im Konzern aus, wobei die finanziellen Auswirkungen im

zweiten Quartal noch spürbarer sein werden. Die globale Automobilproduktion

ging im ersten Quartal 2020 um rund 25 % und der chinesische Automobilmarkt

sogar um rund 40 % zurück. Trotzdem hat sich unser Geschäft in China positiv

entwickelt. Getragen von einer hohen Kundennachfrage im Nutzfahrzeugbereich

konnte das Segment China die schließungsbedingten Umsatzrückgänge aufholen

und den hohen Auslastungsgrad vor der vorübergehenden Werksschließung wieder

erreichen. Mittlerweile sind alle unsere Werke in Europa wieder geöffnet, um

die Lieferketten sicherzustellen. Außerdem arbeiten wir an einer Vielzahl

von Liquiditäts- und Kostensenkungsmaßnahmen. Unter anderem verzichtet der

gesamte Vorstand der STS Group AG aktuell auf 20 % seines Festgehaltes."

Umsatzentwicklung

Die STS Group erwirtschaftete im Zeitraum 1. Januar bis 31. März 2020

Umsatzerlöse in Höhe von 74,3 Mio. EUR nach 95,5 Mio. EUR (-22,2 %) in der

Vorjahresperiode. Verantwortlich für den Umsatzrückgang im Konzern ist im

Wesentlichen die globale Ausbreitung des Coronavirus

und der damit verbundene weltweite Shutdown der Wirtschaft. Die Auswirkungen

der COVID-19-Pandemie waren insbesondere im Marktumfeld der STS Group in

Europa und Amerika spürbar. Die Werke in Deutschland, Italien, Polen,

Frankreich und Brasilien waren von Mitte März bis Ende April 2020

vorubergehend geschlossen. Dies führte zu einer deutlich negativen

Umsatzentwicklung in den Segmenten Acoustics, Plastics und Materials.

Erfreulich entwickelte sich hingegen das Segment China, das trotz COVID-19

bedingter Werksschließungen im Februar und März im ersten Quartal 2020 ein

Umsatzplus von 2,9 % erzielen konnte. Treiber dafür ist die hohe

Kundennachfrage nach STS-Produkten im Nutzfahrzeugbereich im chinesischen

Markt.

Ergebnisentwicklung

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank im ersten

Quartal 2020 auf -1,3 Mio. EUR (3M/2019: 4,3 Mio. EUR). In der

Berichtsperiode fielen Sonderaufwendungen für Reorganisationsmaßnahmen in

Höhe von 0,1 Mio. EUR an. In der Vorjahresperiode gab es keine

Sonderaufwendungen. Das bereinigte operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) lag

im ersten Quartal 2020 aufgrund des gesunkenen Geschäftsvolumens mit -1,2

Mio. EUR deutlich unter der Vorjahresperiode (3M/2019: 4,3 Mio. EUR). Die

Ergebnissituation in den Segmenten Acoustics und Plastics wurde im ersten

Quartal 2020 durch COVID-19 bedingte Umsatzruckgänge deutlich belastet.

Maßnahmen zur Kostensenkung, insbesondere die Einfuhrung von

flächendeckender Kurzarbeit sowie Einsparungen bei den betrieblichen Kosten,

konnten die umsatzbedingten negativen Ergebniseffekte nur teilweise

kompensieren. Das Segment China erzielte in den ersten drei Monaten des

laufenden Geschäftsjahres trotz COVID-19 bedingter Werksschließungen einen

deutlichen Ergebnisanstieg, was insbesondere auf den Wegfall der

Anlaufkosten fur das neue Werk in Shiyan sowie einen ertragsstärkeren

Produktmix zuruckzufuhren ist. Das Konzernergebnis lag in der

Berichtsperiode bei -8,6 Mio. EUR (3M/2019: -1,3 Mio. EUR).

Business Umsatz in Ajd. EBITDA in

Units Mio. EUR Mio. EUR

3M 2020 3M 2019 Del- 3M 3M 2019 Del-

ta 2020 ta

Acoustics 22,5 29,1 -22,5- -2,5 0,0 >-100,0%

Plastics 33,1 46,5 -28,8- -0,6 3,0 >-100,0%

China 11,7 11,3 +2,9% 2,4 1,1 +121,1%

Materials 8,8 11,0 -20,4- 0,5 0,4 +14,5%

Finanzlage

Im ersten Quartal 2020 erwirtschaftete die STS Group einen positiven

Netto-Cashflow aus operativer Tätigkeit von 0,7 Mio. EUR (3M/2019: -1,1 Mio.

EUR). Der Anstieg resultierte insbesondere aus einer im Vergleich zum

Vorjahr deutlich besseren Entwicklung des Working Capital.

Die Nettofinanzschulden der Gruppe erhöhten sich zum 31. März 2020 um 4,8

Mio. EUR auf 43,9 Mio. EUR (31. Dezember 2019: 39,1 Mio. EUR), im

Wesentlichen infolge höherer Verbindlichkeiten gegenüber Banken sowie

gestiegener Verbindlichkeiten aus Factoring. Die Nettofinanzverschuldung

setzte sich zum 31. März 2020 aus Finanzverbindlichkeiten gegenüber Banken

und Dritten in Höhe von 22,6 Mio. EUR, Verbindlichkeiten aus Factoring in

Höhe von 14,6 Mio. EUR und Leasingverbindlichkeiten von 24,0 Mio. EUR

abzüglich der liquiden Mittel in Höhe von 17,3 Mio. EUR zusammen.

"Als Folge der COVID-19-Pandemie liegt unser Fokus nun auf einem stringenten

Liquiditätsmanagement sowie der Umsetzung kurzfristig wirksamer Maßnahmen

zur Kostensenkung, insbesondere der flächendeckenden Einführung von

Kurzarbeit in Europa sowie einer strikten Kostendisziplin in allen

Bereichen", kommentierte Dr. Ulrich Hauck, CFO der STS Group AG.

Prognose 2020

Aufgrund der jungsten Entwicklungen in Bezug auf die COVID-19-Pandemie in

Europa und Amerika sieht der Vorstand das Marktumfeld fur die STS Group im

Geschäftsjahr 2020 als äußerst herausfordernd an. Von Mitte März 2020 bis

Ende April 2020 waren die STS-Werke in Italien, Frankreich und Deutschland

geschlossen bzw. die Produktion wurde deutlich heruntergefahren. Die

weiteren Auswirkungen von COVID-19 auf die weltweite Wirtschaft und

insbesondere die Entwicklung der Abrufzahlen der Automobil- und

Nutzfahrzeugproduzenten sind derzeit nicht zuverlässig abschätzbar. Hingegen

sind die chinesischen STS-Werke nach den Werksschließungen im Februar und

März bereits wieder gut ausgelastet.

Der Vorstand erwartet vor dem Hintergrund der hohen Unsicherheit im

Zusammenhang mit der Entwicklung der COVID-19-Pandemie für das Geschäftsjahr

2020 einen Umsatz unter dem Vorjahresniveau. Die Gesellschaft hat bereits

umfangreiche Maßnahmen zur Kostensenkung eingeleitet, dennoch rechnet der

Vorstand mit einer ruckläufigen Adjusted EBITDA-Marge.

Die Zwischenmitteilung zum ersten Quartal 2020 der STS Group AG steht unter

ir.sts.group als Download zur Verfügung. Die 3-Monatszahlen bedürfen keiner

Sichtung eines Wirtschaftsprüfers und sind daher ungeprüft.

Virtuelle ordentliche Hauptversammlung 2020

Die STS Group AG wird ihre ordentliche Hauptversammlung in diesem Jahr

ausschließlich virtuell ausrichten. Im Zuge der COVID-19-Pandemie hatte sich

die STS Group frühzeitig dazu entschlossen, die für den 15. Mai 2020

angesetzte Hauptversammlung auf den 14. Juli 2020 zu verschieben. Zum Schutz

der Gesundheit von Aktionären, Mitarbeitern sowie Dienstleistern und

aufgrund des von der Bundesregierung bis zum 31. August 2020 verlängerten

Verbots von Großveranstaltungen haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen,

die Hauptversammlung am 14. Juli 2020 rein virtuell durchzuführen. Weitere

Einzelheiten zum Ablauf wird die Einladung zur virtuellen Hauptversammlung

enthalten, die am 2. Juni 2020 im elektronischen Bundesanzeiger

veröffentlicht und unter folgendem Link zur Verfügung stehen wird:

sts.group/hauptversammlung.

Telefonkonferenz am 13. Mai 2020

Die STS Group AG wird am heutigen 13. Mai 2020 um 14:00 Uhr eine

Telefonkonferenz für interessierte Investoren und Pressevertreter auf

Englisch halten. Zur Registrierung senden Sie bitte eine Mail an

ir@sts.group.

Über STS Group:

Die STS Group AG, www.sts.group (ISIN: DE000A1TNU68), ist ein führender

Systemlieferant für die Automotive-Industrie mit Fokus auf Lösungen im

Bereich Akustik, Thermik und Struktur. Sie beschäftigt weltweit mehr als

2.500 Mitarbeiter und hat im Geschäftsjahr 2019 einen Umsatz von 362,8 Mio.

EUR erzielt. Die STS Group ("STS") produziert und entwickelt in ihren

insgesamt 17 Werken und vier Entwicklungszentren in Frankreich, Italien,

Deutschland, Polen, Mexiko, Brasilien, China und künftig auch in den USA

Kunststoff- und Akustikkomponenten, wie z. B. feste und flexible Fahrzeug-

und Aerodynamikverkleidungen, geräusch- und vibrationsdämpfende Werkstoffe,

ganzheitliche Innenraum- und Außenverkleidungs-Systeme, wie auch Leichtbau-

und Batteriekomponenten für Elektrofahrzeuge. Als technologisch führend gilt

STS in der Herstellung von Akustik-Spezialprodukten, Kunststoff-Spritzguss

und Komponenten aus Verbundswerkstoffen (Sheet Molding Compound - SMC). STS

hat einen großen globalen Footprint mit Werken auf vier Kontinenten. Das

Kundenportfolio umfasst führende internationale Hersteller von

Nutzfahrzeugen, Pkw und Elektrofahrzeugen.

STS Group AG

Stefan Hummel

Head of Investor Relations

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85399 Hallbergmoos

+49 811 1244 9412

ir@sts.group

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