BERLIN (dpa-AFX) - Diakonie-Präsident Ulrich Lilie unterstützt Forderungen nach einer allgemeinen Impfpflicht gegen das Coronavirus. Angesichts der immer dramatischeren Situation müsse der Staat jetzt seine Verpflichtung zum Schutz von Menschenleben einlösen und handeln, erklärte Lilie am Dienstag in Berlin. Eine allgemeine Impfpflicht zum Schutz der Verletzlichsten in der Gesellschaft sei nun der richtige Weg. Es gebe ausreichend Impfstoff und es fehle auch nicht an Aufklärung. "Die Argumente sind ausgetauscht, jetzt ist Handeln gefragt, wenn wir nicht den Tod und das Leiden sehr vieler Menschen in Kauf nehmen wollen", betonte der Diakonie-Präsident. Wer geimpft werden könne - und es jetzt immer noch nicht tue - der schade nicht nur sich selbst, sondern stelle sein Eigeninteresse über die Gesundheit aller anderen./shy/DP/mis