Bei der Suche nach attraktiven Aktien kann es sinnvoll sein, diverse Informationen einzubeziehen. Ich achte zum Beispiel gerne auf das Management des Unternehmens und darauf, wie zufrieden die Mitarbeiter mit dem CEO sind. Dies kann man über die Webseite von Glassdoor sehr gut einsehen. Warum nicht noch einen Schritt weitergehen und die allgemeine Zufriedenheit der Mitarbeiter berücksichtigen?

Das Ranking der beliebtesten Arbeitgeber

Es gibt diverse Ranglisten zur Beliebtheit von Arbeitgebern. Mir gefällt die Auswertung von Glassdoor besonders gut, weil sie auf Bewertungen der Mitarbeiter basiert. Je besser die Mitarbeiter eines Unternehmens das Arbeitsklima, den CEO, das Gehalt, die Work-Life-Balance und so weiter bewerten, desto besser schneidet das Unternehmen ab. Dieses Ranking wird jährlich für verschiedene Länder erstellt. Dies sind die ermittelten Top-10-Arbeitgeber in Deutschland im Jahr 2021:

Platz Unternehmen
1. Roche
2. Google (Teil von Alphabet)
3. Puma
4. MHP – A Porsche Company (Teil von Volkswagen)
5. Siemens Healthineers
6. Volkswagen
7. SAP
8. Capgemini
9. Porsche (Teil von Volkswagen)
10. BMW Group

Quelle: Glassdoor Beste Arbeitgeber 2021

Warum ist das für Investoren relevant?

Letztendlich sind Unternehmen Ansammlungen von Menschen, die gemeinsam arbeiten. Ich bin davon überzeugt, dass Unternehmen langfristig nur erfolgreich sein werden, wenn die Mitarbeiter gerne dort arbeiten. Dies gilt besonders, wenn sich eine Firma nicht nur auf dem Status quo ausruht, sondern sich weiterentwickeln möchte. Verbesserungen und Innovationen werden von Mitarbeitern geschaffen. Jemand, der unzufrieden und nicht motiviert ist, wird das Unternehmen eher nicht weiterbringen und es gegebenenfalls sogar verlassen.

In Zeiten des Fachkräftemangels (besonders im IT-Bereich) ist es für Unternehmen wichtig, gute Arbeitnehmer zu halten. Zudem müssen sie sich beim „War for Talents“ durchsetzen, um die klügsten Köpfe als neue Mitarbeiter anzuziehen. Diese Beschäftigten entwickeln dann unter Umständen das neue iPhone, eine bessere Batterie für Volkswagen oder ein neues Medikament bei Roche. Dadurch werden die Unternehmen noch erfolgreicher. Langfristig sollte sich dies auf den Aktienkurs auswirken.

Auswertung früherer Rankings

Aber ist das wirklich so? Entwickelten sich die Aktienkurse beliebter Arbeitgeber aus den beschriebenen Gründen besonders gut? Um diese Frage zu beantworten, habe ich mir als kleine Stichprobe die zehn beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland aus den Jahren 2019 und 2020 herausgesucht. Dann habe ich die Entwicklung ihrer Aktienkurse mit der Entwicklung des MSCI World verglichen.

Im Jahr 2019 führten folgende Unternehmen das Ranking an: SAP, Infineon Technologies, Robert Bosch, Daimler, Capco, Fraunhofer-Gesellschaft, BMW Group, HelloFresh, MHP – A Porsche Company und Continental. Nicht alle der Unternehmen sind börsennotiert. Die Aktienkurse dieser börsennotierten Unternehmen stiegen seit dem 01.01.2019 um durchschnittlich 240 % (Stand: 30.08.21, gilt für alle Angaben). Der MSCI World stieg im gleichen Zeitraum um 63 %. Insbesondere HelloFresh sorgte dafür, dass die Kursentwicklung der beliebtesten Unternehmen aus dem Jahr 2019 deutlich besser war als der Index.

Und wie sieht es mit den beliebtesten Unternehmen aus dem Jahr 2020 aus? Porsche, Infineon Technologies, Robert Bosch, McKinsey & Company, SAP, Daimler, European Central Bank, Airbus, Capgemini und Siemens Healthineers brachten ihren Aktionären seit dem 01.01.2020 eine durchschnittliche Rendite von 35 % ein (nur die börsennotierten Unternehmen wurden berücksichtigt). Dies liegt wiederum leicht über der Performance des MSCI World (+ 33 %). Letztendlich sind dies nur Stichproben über relativ kurze Zeiträume. Aber sie zeigen, dass es sich lohnen kann, beim Investieren darauf zu achten, welche Unternehmen bei Mitarbeitern besonders beliebt sind.

Der Artikel Die beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands und warum diese für Investoren relevant sind ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Hendrik Vanheiden besitzt Aktien von Alphabet, Puma, SAP und Siemens Healthineers. Suzanne Frey arbeitet als Führungskraft bei Alphabet und sitzt im Board of Directors von The Motley Fool. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alphabet (A- & C-Aktien) und empfiehlt SAP.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Hendrik Vanheiden, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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