Es gibt im Moment viele Artikel zur Coinbase-Aktie (WKN: A2QP7J), vor allem, da das Interesse an dem jungen, börsennotierten Unternehmen relativ groß ist. Der Börsengang war ein voller Erfolg, unter anderem die Starinvestorin Cathie Wood hat mit ihren innovativen ETFs zugegriffen. Und greift womöglich weiter zu, wie ein Blick auf die Kauftendenz zeigt.

Allerdings existieren auch andere Schlagzeilen. Demnach haben viele wichtige Insider hinter der Coinbase-Aktie Kasse gemacht und auch Großaktionäre haben mächtig eigene Aktien verkauft. Ist das ein schlechtes Zeichen? Ein näherer Blick auf die Details des Börsengangs könnte eine überaus spannende, jedoch vergleichsweise normale Perspektive offenbaren.

Coinbase-Aktie: Oh Schreck! Die Insider verkaufen!

Wie wir jetzt mit Blick auf einige Schlagzeilen erkennen können, haben Insider und beispielsweise der CEO hinter der Coinbase-Aktie für mehrere Hundert Millionen US-Dollar am Tag des Börsengangs Kasse gemacht. Eine Schlagzeile, die ein wenig den Esprit versprüht, als verlören die Insider den Glauben ans eigene Unternehmen.

Bei der Coinbase-Aktie ist die Ausgangslage jedoch deutlich anders. Das Management des neuen, börsennotierten Unternehmens und die Eigentümer haben sich nämlich entschieden, die Aktien per Direktplatzierung an die Börse zu bringen. Das heißt, es hat keine neuen Aktien gegeben, die an Investoren ausgeteilt werden konnten. Das wiederum gab den Insidern die Möglichkeit oder auch die Notwendigkeit, zu handeln, damit es einen Free Float überhaupt geben konnte.

In diesem Kontext sollten die Insider-Aktivitäten bewertet werden. So hat der CEO beispielsweise in drei Tranchen Coinbase-Aktien im Wert von ca. 291 Mio. US-Dollar in den freien Handel gegeben, was einem Anteil von 1,5 % seiner Beteiligung entsprochen habe. Auch ein weiterer Mitbegründer habe weitere Aktien im Wert von ca. 112 Mio. US-Dollar verkauft, der Großinvestor Fred Wilson trennte sich offenbar von Aktien im Gegenwert von 1,8 Mrd. US-Dollar. Natürlich ist das eine ganze Menge an Insider-Aktivitäten. Allerdings muss der Handel mit einer gewissen Masse gewährleistet sein, damit ein Börsengang zu einem Erfolg werden kann.

Kritik muss tiefgründiger sein

Die Tatsache, dass Funktionäre und Insider am Tag des Börsengangs für Hunderte Millionen US-Dollar oder in Teilen auch für Milliarden von US-Dollar Aktien verkauft haben, kann bis zu einem gewissen Grad daher als Normalität angesehen werden. Ohne diese Verkäufe hätte es kaum einen freien Handel gegeben. Das Format der Direktplatzierung gibt das quasi vor.

Das, was man hingegen kritisieren kann, ist vielleicht das Format der Direktplatzierung, was die vorherigen Investoren begünstigt und den Ausgabepreis in die Höhe treiben kann. Sowie, wer will, die Höhe des Verkaufsvolumens am ersten Handelsplatz.

Der Investitionsthese schaden solche Insiderverkäufe hingegen kaum. Unternehmensorientiert ist die Coinbase-Aktie schließlich noch die gleiche. Viele Insider halten außerdem weiterhin größere Aktienpakete am eigenen Unternehmen.

Der Artikel Die Insider verkaufen die Coinbase-Aktie am IPO-Tag: Ein schlechtes Zeichen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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