Der DAX und viele andere Indizes haben sich seit März 2020 schneller erholt, als viele Menschen zuvor angenommen hätten. Ein Großteil des Aufschwungs ist den sehr umfangreichen Stützungsprogrammen der europäischen Zentralbank und der einzelnen Regierungen zu verdanken.

Aber auch die Wirtschaft insgesamt kam nach dem Einbruch im Frühjahr 2020 wieder in Schwung. Derzeit lässt sich für die DAX-Werte im Allgemeinen sagen, dass sie schon leicht überbewertet sind, aber verglichen mit den niedrigen Zinsen bei Staatsanleihen sind Aktien dennoch immer noch günstiger und lukrativer.

Gut, aber welche DAX-Aktien sind derzeit noch besonders günstig bewertet? Hier sind die Top drei.

1. Fresenius

Fresenius (WKN: 578560) verwöhnte seine Anleger über viele Jahre mit tollen Wachstumszahlen, die zu einem starken Kursanstieg und am Ende zu einer Überbewertung geführt hatten. Als die Ergebniszuwächse nach 2017 schwächer ausfielen, wurde die Aktie verhältnismäßig stark verkauft, da die Bewertung nicht mehr zum Wachstum passte.

Dennoch ist Fresenius heute immer noch ein sehr bedeutender Gesundheitskonzern, der trotz Viruskrise immer noch hohe und stabile Ergebnisse erzielt. Die Bewertung ist deutlich gesunken. Für Langfristanleger könnte sich also eine Chance ergeben.

Ähnliches gilt für die Fresenius Medical Care (WKN: 578580)-Aktie, die als Tochter zum Fresenius-Konzern gehört. Sie ist auf Dialysedienstleistungen spezialisiert. Ihre Ergebnisse legten im dritten Quartal 2020 währungsbereinigt bereits wieder zu.

2. Bayer

Über Bayer (WKN: BAY001) haben wir in den letzten Monaten und Jahren öfter berichtet, sodass viele Anleger bereits wissen, warum die Aktie von über 146 Euro auf heute 47,17 Euro (07.12.2020) gefallen ist. Der Konzern hat rückblickend die Risiken der Monsanto-Übernahme unterschätzt beziehungsweise ging davon aus, sie schnell ausräumen zu können.

Daraus ist bis heute nichts geworden. Hinzu kommen die Folgen der Coronavirus-Krise, die das Ergebnis im dritten Quartal 2020 weiter drückten. Trotz aller Probleme ist davon auszugehen, dass für sie zukünftig eine Lösung gefunden wird. Im Glyphosat-Streit in den USA sind die Verhandlungen schon weit fortgeschritten. Nur eine abschließende Einigung, wie mit allen zukünftigen Klagen umgegangen werden soll, fehlt noch.

Zudem sollte Bayers Geschäft insgesamt weiterhin Zukunft haben. So investiert der Konzern beispielsweise in den Ausbau seines Zell- und Gentherapie-Bereichs und ist im Saatgutgeschäft weltweit führend. Dennoch besitzt die Bayer- derzeit noch mehr Risiken als die Fresenius-Aktie.

3. Henkel

Die Henkel (WKN: 604843)-Aktie hat ebenfalls deutlich korrigiert. Die Gründe dafür sind allerdings eher konjunktureller Natur und weniger im Unternehmen selber zu finden. Besonders das Klebstoffgeschäft (Adhesive Technologies) ist aufgrund der Abnehmer aus der Industrie und vor allem aus dem Automobilsektor stark zyklisch.

Daher ist ein Rückgang der Ergebnisse in diesem Segment aktuell keine Überraschung. Im dritten Quartal 2020 zeichnete sich organisch als auch wechselkursbereinigt bereits wieder eine Stabilisierung ab.

Die verbleibenden zwei Bereiche „Beauty Care“ und „Laundry & Home Care“ entwickeln sich stabiler und zeichnen sich über viele bekannte Markenprodukte aus. Sie legten im dritten Quartal 2020 ebenfalls wieder zu.

Zudem lässt sich sagen, dass Henkel bisher eine der stabilsten Dividendenaktien im DAX ist. Seit 1999 gab es regelmäßig Ausschüttungserhöhungen. Basierend auf der letzten Dividende liegt die Rendite beiden Vorzugsaktien derzeit bei über 2 % (08.12.2020). Hinzu kommt, basierend auf der aktuellen Unterbewertung, ein Aufwertungspotenzial.

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Christof Welzel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Fresenius.

Motley Fool Deutschland 2020

Autor: Christof Welzel, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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