Trotz Volatilität im Nasdaq-Handel bleiben viele Analysten vom Potenzial der Tech-Aktien überzeugt. Palo Alto ist einer der resilienten Titel, sagen Analysten. Doch das ist erst der Anfang, meint die Börsenexpertin.

Es war eines der härtesten Jahre für Tech-Aktien – selbst die größten Unternehmen erlebten tiefrote Kursentwicklungen. Doch ein Titel ist auffallend resilient geblieben, meint Börsenveteranin Nancy Tengler.

Tengler, die als Chefin der Investmentgesellschaft Laffer Tengler Investments und Managerin arbeitet, setzt großes Vertrauen in Palo Alto. Das kalifornische IT-Sicherheitsunternehmen hat in diesem Jahr etwa drei Prozent an Wert verloren und schneidet damit deutlich besser ab als andere Tech-Werte an der Nasdaq. "Und es geht gerade erst los", kommentiert Tengler die Kursentwicklung gegenüber dem Nachrichtensender CNBC. "Das Unternehmen befindet sich noch in der frühen Phase seines Wachstums, und seine Bewertung verspricht viel." Sie räumt allerdings auch ein: "Ich empfehle Interessenten nicht, jetzt einzusteigen. Wir sind schon vor Längerem dabei." Wenn die erste Septemberhälfte am volatilen Aktienmarkt überstanden sei, und damit das "Tauziehen zwischen Angst und Gier", ergebe sich ein vielleicht eine bessere Chance und ein günstigerer Preis für den Einstieg.

Nicht nur Tengler ist bullish auf Palo Alto. Über 90 Prozent der Analysten bewerten die Aktie mit "übergewichtet", wie die Daten von FactSet zeigen. Darüber hinaus schätzen sie das Kursziel durchschnittlich auf 660 US-Dollar. Das ist ein Aufwärtspotenzial von 22 Prozent gegenüber dem jetzigen Niveau.

Cybersicherheit sei ein "verlässliches Narrativ" im Portfolio

Die Kalifornier blicken auf ein herausragendes viertes Quartal 2022 zurück. So hat Palo Alto erstmals seit einem Jahrzehnt Gewinne verzeichnet und zielt auf eine ganzjährige fiskalische Rentabilität für 2023 ab. Außerdem hat das Unternehmen 44 Prozent mehr Aufträge allein in diesem Quartal angenommen und damit so viel wie seit vier Jahren nicht mehr.

Tengler räumt ein, dass ihre bullishe Einstellung zu Palo Alto als kontrovers oder mutig empfunden werden könnte. Schließlich sitzt den Aktienmärkten noch der große Tech-Ausverkauf im Juni schwer im Nacken. Die steigenden Zinssätze haben diverse Wachstumswerte wie die der Techs stark unter Druck gesetzt, weil sie ihre Gewinne vermutlich erst in der Zukunft erwirtschaften. Die Investorin sagt jedoch: "Anleger fahren mit dieser Aktie eine sicherere Schiene. Was wir als Anleger versuchen, ist ja, uns für die nächsten drei bis fünf Jahre zu positionieren. Steigende Zinssätze wie aktuell wirken sich viel stärker auf Unternehmen aus, die keine langfristigen Gewinne erwirtschaften." Cybersicherheit sei ein "verlässliches Narrativ", da die Nachfrage in diesem Bereich steige.

Autorin: Sarah Stemper, wallstreet:online Zentralredaktion

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