Keine Frage: Die Aktie von AT&T (WKN: A0HL9Z) ist Foolishen Investoren aus so manchem Grund bekannt. Es geht einerseits um die spannende und sogar adelige Dividende, die es trotzdem noch auf eine Dividendenrendite von ca. 6 % schafft. Oder womöglich knapp darüber.

Andererseits ist es jetzt für den US-amerikanischen Telekommunikations- und Medienkonzern wichtig, ein moderates Wachstum zu sichern. AT&T ist insbesondere im Markt des Streaming mit HBO Max aktiv. Das Produkt, das jetzt preislich konkurrenzfähiger zu anderen Streaming-Angeboten werden könnte, ist womöglich ein moderater Wachstumstreiber.

Auf der diesjährigen Hauptversammlung gab es jedoch eine Baustelle. AT&T könnte demnach bei den Managergehältern nachjustieren müssen. Werfen wir daher einen Blick auf die Ausgangslage sowie darauf, wo das potenzielle Problem liegen könnte.

AT&T: Die Baustelle hinter der Baustelle

Wie wir mit Blick auf Medienberichte, unter anderem vom Nachrichtendienst Reuters, erkennen können, hat es auf der diesjährigen Hauptversammlung einen überaus strittigen Punkt gegeben: Nämlich die Vergütung der Managergehälter. Die Investoren, die an der Versammlung teilgenommen haben, sprachen sich gegen die Genehmigung der Vergütungsstrukturen aus. Wobei das Ergebnis augenscheinlich denkbar knapp gewesen ist. Die Zustimmung hat laut AT&T bei knapp über 49 % gelegen.

Konkret geht es scheinbar um das Gehalt von Jason Kilar, der das Konzernsegment WarnerMedia leitet. Der Funktionär soll demnach ein Gehalt von 52 Mio. US-Dollar erhalten, was mehr als doppelt so hoch ist wie das von Konzernchef John Stankey. Das war den Investoren offensichtlich eine zu große Diskrepanz.

Der Aufsichtsrat von AT&T verweist darauf, dass insbesondere das Streaming ein dynamischer Markt ist und man hier Kompetenzen binden müsse. Kilar sei der richtige Mann, um den Wandel voranzutreiben, immerhin handelt es sich hierbei um einen Mitbegründer von Hulu, das sich jetzt im Besitz von Walt Disney befindet. Aber ist der richtige Mann etwa zu teuer …?

Eine Frage der Kompetenz

WarnerMedia mit HBO Max dürfte für Foolishe Investoren bei der Aktie von AT&T eine überaus wichtige strategische Bedeutung besitzen. Es gilt, gerade in diesem Segment zu wachsen. Aber vor allem zunächst einmal Fuß zu fassen und zu einem konkurrenzfähigen Angebot zu kommen. Ein wichtiger Branchenkenner und Visionär könnte für den Erfolg natürlich wichtig sein.

Jason Kilar ist ein solcher Branchenkenner, keine Frage. Die Vergütung ist natürlich hoch, aber sie könnte es wert sein. Die Alternative wäre möglicherweise, dass Kilar AT&T aufgrund einer zu geringen Vergütung verlässt und dann ein nicht ganz so visionärer Lenker dieses Segment leitet. Ob das für die strategische Ausrichtung der richtige Schritt wäre? Foolishe Investoren sollten darüber womöglich wirklich nachdenken. Der Preis ist hoch, vor allem im Vergleich zu anderen Funktionären. Aber: Vielleicht ist er es wert.

Der Artikel Dividendenaristokrat AT&T-Aktie: Problem Managergehalt? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Vincent besitzt Aktien von AT&T. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Walt Disney.

Motley Fool Deutschland 2021

Autor: Vincent Uhr, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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