Es gibt wohl keinen Anleger, der sich nicht über die Benachrichtigung seines Brokers freut, wenn eine Dividendenausschüttung auf das eigene Depot angewiesen wurde. Vor allem private Kleinanleger investieren ein Leben lang an der Börse, um in der Rente eine monatliche Dividende von beispielsweise 1.000 Euro zu erhalten.

Solche Ziele sind richtig und wichtig, denn die Erwirtschaftung eines passiven Einkommens stellt neben Immobilien einen wesentlichen Schutz für den Erhalt der Lebensqualität in Zukunft dar. Daher analysiere ich für euch, wie viele DAX-Aktien und dementsprechend wie viel Kapital ihr benötigt, um derzeit eine monatliche Dividende von über 1.000 Euro zu erzielen.

Vorab muss darauf hingewiesen werden, dass für die nachfolgenden Berechnungen Bruttodividenden verwendet wurden. Des Weiteren wurden die Ausschüttung des laufenden Geschäftsjahres sowie aktuelle Aktienkurse herangezogen (Stand: 29.09.2020).

Technologieunternehmen

Beginnen möchte ich bei meiner Analyse mit den vermeintlich „teuren“ Technologieunternehmen SAP (WKN: 716460) und Infineon (WKN: 623100). Das Erfreuliche für die Anleger ist, dass diese Unternehmen trotz der Corona-Krise derzeit in der Nähe ihrer Mehrjahreshochs notieren. Für Dividendenjäger, die einen günstigen Einstieg suchen, ist dies jedenfalls keine gute Nachricht. Denn regelmäßige Ausschüttungen muss man sich bei diesen beiden Unternehmen schwer erarbeiten bzw. teuer kaufen.

So beträgt beispielsweise die Dividendenrendite für die SAP-Aktie zum heutigen Stand ca. 1,18 % und jene von Infineon ca. 1,13 %. Daher werden für eine Dividende von 12.000 Euro im Jahr oder 1.000 Euro im Monat stolze 7.589 Aktien von SAP oder 44.247 Aktien von Infineon benötigt. Das hierfür eingesetzte Kapital beträgt demnach stolze 1.016.950 Euro bei SAP bzw. 1.061.950 Euro bei Infineon.

Immobilienunternehmen

Mit einer deutlich höhere Dividendenrendite können die noch jungen DAX-Aktien Vonovia (WKN: A1ML7J) und Deutsche Wohnen (WKN: A0HN5C) glänzen. Nichtsdestotrotz ist bei diesen Unternehmen das langfristige Wachstum wohl eingeschränkter, als dies bei Technologieunternehmen der Fall ist.

Grundsätzlich sollte man annehmen, dass die Dividendenrendite von Vonovia und der Deutsche Wohnen mit der Rendite eines Immobilieninvestors vergleichbar sein sollte. Denn die Dividendenrenditen betragen 2,69 % und 2,12 %. Nichtsdestotrotz hat man als Aktionär dieser Unternehmen den Vorteil eines risikodiversifizierten Portfolios.

Wärst du beispielsweise ein Vermieter mit monatlichen Mieteinnahmen von 1.000 Euro, wärst du höchstwahrscheinlich sehr abhängig von einem oder zwei Mietern. Somit könntest du Glück oder Pech haben. Auf Glück kann man sich jedoch bei der Geldanlage nicht verlassen. Daher würde ich in so einem Fall eher zu Anteilsscheinen von Immobilienunternehmen tendieren.

Denn für eine monatliche Dividende in Höhe von 1.000 Euro benötigst du 7.652 Aktien von Vonovia bzw. 13.334 Aktien von der Deutsche Wohnen. Der dadurch resultierende Kapitalbedarf beträgt somit 446.097 Euro bzw. 566.038 Euro.

Versorger

Die langfristige Kursentwicklung ist für die beiden Versorgungsunternehmen E.ON (WKN: ENAG99) und RWE (WKN: 703712) aus dem DAX alles andere als ansehnlich. Nichtsdestotrotz wurde seitens des Managements alles versucht, um die Dividendenausschüttungen auf einem konstanten Niveau zu belassen bzw. zu steigern.

Dadurch ergeben sich für E.ON und RWE hohe Dividendenrenditen von 4,88 % sowie 2,50 %. Um den Zielbetrag zu erreichen, müsstest du dir daher als Anleger 26.077 Aktien von E.ON oder 14.986 Aktien von RWE ins Depot legen. Durch die hohen Dividendenausschüttungen pro Anteilsschein ist es daher kaum verwunderlich, dass das eingesetzte Kapital viel geringer ist als beispielsweise bei Technologieunternehmen. Denn dieses beträgt in diesem Beispiel lediglich 245.902 Euro bzw. 480.000 Euro.

Dividendenrendite oder lieber Dividendenwachstum?

Wenngleich hohe Dividendenausschüttungen verlockend sind, sollte man als langfristiger Anleger auf eine Balance zwischen Aktien mit einer guten Dividendenrendite und Dividendenwachstum achten. Denn Unternehmen, die über hohe Dividendenrenditen und sogar hohe Ausschüttungsquoten verfügen, könnten gefährdet sein, diese Dividende in der Zukunft nicht mehr finanzieren zu können.

Daher sollten sich in deinem Portfolio auf jeden Fall auch Unternehmen mit einer niedrigeren Dividendenrendite befinden, die jedoch in der Lage sind, die Ausschüttungen von Jahr zu Jahr nachhaltig zu erhöhen. Denn durch diese Wachstumsunternehmen sollte bis zu deinem Rentenbeginn auch eine schöne Rendite auf dein eingesetztes Kapital zustande kommen.

Des Weiteren muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass eine monatliche Dividende von 1.000 Euro nicht von einem einzigen Unternehmen erwirtschaftet werden sollte. Denn in diesem Fall hättest du eine der wichtigsten Aufgaben des Portfoliomanagements vernachlässigt, eine Risikominimierung durch Diversifikation. Daher sollte eine Aktie nie mehr als 5 % deines Portfolios ausmachen. Nur wenn diese Voraussetzung gewährleistet ist, stehen die Chancen auch gut, dass deine monatlichen Dividenden langfristig gesichert sind.

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Autor: Michael Grünauer, Motley Fool beitragender Investmentanalyst

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