Berlin (dpa) - Nach der Delle im Sommer hat die deutsche Wirtschaft nach Einschätzung des DIW im Schlussquartal 2018 wieder Tritt gefasst.

Im vierten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um gut 0,3 Prozent höher ausfallen als im Vorquartal, sagte das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin voraus. Im Gesamtjahr werde die Wirtschaft damit um voraussichtlich 1,5 Prozent wachsen.

«Das ist zwar ein geringerer Anstieg der Wirtschaftsleistung als noch zu Jahresbeginn erwartet wurde, letztlich aber als eine Normalisierung nach Jahren des überdurchschnittlichen Wachstums zu werten», erläuterte DIW-Konjunkturchef Claus Michelsen. «Sorgen vor einer Rezession sind übertrieben.» Nach gängiger Definition ist von einer Rezession die Rede, wenn die Wirtschaftsleistung zwei Quartale in Folge sinkt.

Gebremst vor allem von Problemen in der Autoindustrie war das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Juli bis September gegenüber dem Vorquartal um 0,2 Prozent geschrumpft. Für Unsicherheit sorgen zudem die von US-Präsident Donald Trump angeheizten internationalen Handelskonflikte sowie der näherrückende Brexit. Außerdem stößt die Wirtschaft wegen der hohen Auslastung zunehmend an Wachstumsgrenzen.

Das Münchner Ifo Institut hatte jüngst einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von einem Viertel Prozent für das Schlussquartal 2018 vorhergesagt.

Das Statistische Bundesamt wird Mitte Januar eine erste Einschätzung zum Gesamtjahr 2018 angeben, Detaildaten zum 4. Quartal werden für Februar erwartet.

Mitteilung DIW

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