BERLIN (dpa-AFX) - CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz vorgeworfen, nicht ausreichend auf die sich zuspitzende Corona-Lage zu reagieren. "Die Hospitalisierung steigt, das Infektionsgeschehen explodiert, die dritte Impfung muss erst an Fahrt gewinnen, die Risiken steigen, und Sie schrauben den Instrumentenkasten herunter", sagte Dobrindt am Donnerstag im Bundestag. "Das kann nicht gut gehen, Herr Scholz."

Dobrindt sagte: "Sie verlassen geradezu das Team "Vorsicht", und Sie gehen ins Team "Versuch mers mal"." Das geplante Ende der epidemischen Lage von nationaler Tragweite als Basis für Corona-Maßnahmen sei "schlichtweg eine falsche Entscheidung", so Dobrindt. "Wenn Sie heute die epidemische Lage beenden wollen, wie soll das in der Öffentlichkeit eigentlich ankommen? Wie wollen Sie Menschen davon überzeugen, sich impfen zu lassen, wenn Sie das Signal geben: Es wird schon irgendwie werden, die epidemische Lage muss nicht verlängert werden, es kommt schon alles irgendwie in Ordnung?"/bw/sam/ax/tam/DP/eas