BERLIN (dpa-AFX) - CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat trotz anhaltend hoher Infektionszahlen die Lockerung der Kontaktbeschränkungen an den Festtagen verteidigt. "Es bleibt dabei, dass man Weihnachten die Chance haben muss, sich zu treffen", sagte Dobrindt am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Es handele sich um lang ersehnte Treffen der Familien. Um die Sicherheit an den Weihnachtstagen aber zu erhöhen, müssten vorher Maßnahmen getroffen werden.

Ein Distanzunterricht oder Hybridunterricht in den Schulen würde laut Dobrindt "ganz wesentlich" dazu beitragen, dass man das Infektionsrisiko vor Weihnachten minimiere. Bund und Länder müssten deshalb jetzt schnell zusammenkommen, um Entscheidungen für die Zeit vor den Feiertagen zu treffen. Andernfalls drohe die Gefahr, das Virus bei der älteren Generation einzuschleppen, sagte Dobrindt.

Nach dem Bund-Länder-Beschluss von Ende November soll es möglich sein, dass sich vom 23. Dezember bis zum 1. Januar "im engsten Familien- oder Freundeskreis" maximal zehn Personen treffen. Einige Bundesländer weichen von dieser Regelung bereits ab, sie wollen die geltenden strengeren Kontaktbeschränkungen auch während der Feiertage nicht lockern.

Vor allem Bayern und Sachsen dringen zurzeit angesichts hoher Infektionszahlen auf bundesweit schärfere Auflagen. In beiden Ländern sind schon härtere Einschnitte beschlossen. In Sachsen sollen vom kommenden Montag an Schulen, Kitas, Horte und viele Geschäfte geschlossen werden. In Bayern gelten schon seit Mittwoch strengere Regeln wie Ausgangsbeschränkungen, Alkoholverbot in Innenstädten und Ausgangssperren in Hotspots./jrz/DP/jha